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Kurt Adams
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Kurt Adams (*15. Dezember 1889 in Hamburg; † 7. Oktober 1943 im KZ Buchenwald) war ein deutscher Politiker der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und Opfer des Nationalsozialismus.
Inhaltsverzeichnis |
Leben und Politik (bis 1933)
Adams wurde als Sohn eines Hamburger Kaufmanns geboren. Er studierte Deutsch, Französisch und Geschichte. 1912 promovierte er zum Dr. phil.. 1913 bekam er eine Anstellung im Hamburger Schuldienst. Er war Studienrat an der Albrecht- Thaer-Schule. Er war überzeugter Reformpädagoge und war innerhalb der SPD einer der führenden Schulexperten. Im Oktober 1928 übernahm er von Rudolf Ross die Leitung der Hamburger Volkshochschule.
Adams trat während seines Studiums in die SPD ein. Er war Mitglied in der Hamburgischen Bürgerschaft von 1924 bis 1933. Er war neben seiner parlamentarischen Arbeit Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer. Zudem war er Leiter der Hamburger Kinderfreundebewegung und gehörte zwischenzeitlich auch der Reichsleitung der Kinderfreunde an.
Politik und Nationalsozialismus
1933 drohte ihm die Gefahr durch das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ seine Anstellung im Schulbetrieb zu verlieren. Er erklärte auf anraten der Parteiführung zwar seinen Parteiaustritt, wurde aber trotzdem am 23. Juni 1933 entlassen. Der Aufforderung des NS-Gauleiter für Hamburg Karl Kaufmann, seine politische Überzeugung zu widerrufen, befolgte er nicht.
Nach der Entlassung aus dem Staatsdienst war er für einige Zeit Annoncenbewerber für eine Kinozeitschrift und Betreiber eines Kaffeeversandgeschäfts (an der Holzbrücke 2 beim Nikolaifleet). Durch den Betrieb in dem Kaffeegeschäft kam er mit Gleichgesinnten in Kontakt und der Ort wurde zu einer Kontaktstelle von Mitgliedern des sozialdemokratischen und kommunistischen Widerstandes der Hansestadt. Er half anderen Verfolgten wie Hermann Hoefer oder Rudolf Klug unter anderem mit einer Anstellung in seinem Geschäft.
Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler wurde auch Adams im Rahmen der nachfolgenden „Gewitteraktion“ der Nationalsozialisten am 24. August 1944 in Greiz (Kuraufenthalt) verhaftete. Am 18. August wurde er ins KZ Buchenwald gebracht. Er wurde während der unmenschlichen Haft schnell krank und nie wieder richtig gesund. Am 7. Oktober 1944 starb Adams an einer Hirnhautentzündung.
Zu seinen Ehren wurde der Kurt-Adams-Platz in Hamburg-Lohbrügge nach dem Sozialdemokraten benannt.
Werke
- Adams, Kurt: Otto Ludwigs Theorie des Dramas : Mit einem Anhang: Versuch einer kritischen Würdigung, Zugleich Dissertation an der Universität Greifswald, Greifswald 1912.
- Adams, Kurt: Die Hamburger Volkshochschule im Urteil ihrer Hörer, Frankfurt am Main 1931.
Einzelnachweise
Literatur und Quellen
- Manfred Asendorf: Wege zur Demokratie. 75 Jahre demokratisch gewählte Hamburgische Bürgerschaft. Hamburg 1994, S.55.
- Widerstand der SPD-Hamburg zwischen 1933 und 1945 (pdf)
- Lebensdaten auf der Seite der Gedenkstätte Ernst Thälmann in Hamburg
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Adams, Kurt |
| KURZBESCHREIBUNG | Deutscher Politiker der SPD (Hamburg), Opfer des Nationalsozialismus |
| GEBURTSDATUM | 15. Dezember 1881 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 7. Oktober 1944 |
| STERBEORT | im KZ Buchenwald |
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