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Kursmünze

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Der "Brüningtaler" - 4 Reichspfennig 1932

Eine Kursmünze ist eine Münze, die für den Zahlungsverkehr geprägt wird. Sie ist gesetzliches Zahlungsmittel in dem ausgebenden Land und lautet auf die jeweilige Landeswährung. Ihr aufgeprägter Wert wird von der jeweiligen Nationalbank garantiert - auch wenn es sich meist um Scheidemünzen handelt, der reine Materialwert also unter dem Nennwert liegt.

Inhaltsverzeichnis

Herleitung: Namensherkunft / Wortbedeutung

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Venezolanische Kursmünzen, drei verschiedene Nennwerte

Die Bezeichnung "Kursmünze" leitet sich daraus ab, dass die Münzen kursieren. Mit gleicher Bedeutung wird auch der Begriff Umlaufmünze verwendet. Ihrem Verwendungszweck entsprechend trägt eine Kurs-/Umlaufmünze als wichtigsten Bestandteil neben der Nationalitätsangabe den Nennwert mit Währungseinheit. Die Nennwert eines Kursmünzensatzes entsprechen den im jeweiligen Land zu jener Zeit erforderlichen Beträgen, die unter Umständen durchaus auch ungewöhnlich sein können (Beispiel Venezuela siehe Abbildung: Nennwerte aus drei unterschiedlichen Kusmünzenserie zu zwölfeinhalb Cent sowie zu 2 und 500 Bolivares).

Die Kursmünze in ihrem Gegensatz zur Gedenkmünze entspricht damit bei den Briefmarken den Marken der "Dauerserien" (im Unterschied zu den Gedenk-, Motiv- und Sammlermarken).

DM-Kursmünzensatz in "Spiegelglanz"
DM-Kursmünzensatz in "Spiegelglanz"

Abgrenzung: Kursmünzen im Vergleich zu anderen Münzen

Von den Kursmünzen unterscheiden sich Gedenk- und Sammlermünzen, welche in erster Linie für Sammler geprägt werden, Probeprägungen, sowie Medaillen und Jetons, welche keinen Geldcharakter haben.

Es gibt allerdings auch Sammlerausgaben von Kursmünzen, welche im Münzerhaltungsgrad "Stempelglanz" (ohne Umlaufschäden) und in den Prägequalitäten "Polierte Platte" beziehungsweise "Spiegelglanz" in schützenden Verpackungen verkauft werden.

Beispiele: Kursmünzen aus aller Welt

Deutsche Kursmünzen

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Der "Eichbaum" - 5 Reichsmark 1927-33

Vor Einführung des Euro lautete der Nennwert deutscher Kursmünzen - der Währung entsprechend - auf "Deutsche Mark" (DM) und "Pfennig". Vor der Wiedervereinigung existierte in der DDR die Währung "Mark", vor dem 2. Weltkrieg die "Reichsmark" und die "Rentenmark". Als deutschlandweite Währung eingeführt wurde die "Mark" 1871 mit Gründung des Kaiserreiches. Beispiele für deutsche Kursmünzen sind unter den Kursmünzen der Weimarer Republik z.B. die 4-Pfennig-Münze, unter Reichskanzler Brüning verausgabt ("Brüningtaler,Armer Heinrich"), und der "Eichbaum" (siehe auch unter: Deutsche Währungsgeschichte). Die Kursmünzen noch älteren Datums tragen Wertangaben auch in Thaler, Kreuzer, Heller, Groschen, Gulden und Schilling.

Europäische Kursmünzen

Entsprechend den Währungen europäischer Nationen gibt es neben den Euro- und Cent-Münzen der Euroländer Kursmünzen z.B. mit Währungseinheits- Angaben wie Pfund und Penny (Großbritannien), Kronen und Öre (Dänemark, Schweden, Norwegen, Island), Rubel und Kopeken Russland, Weißrussland), Franken und Rappen (Schweiz),Hrywnja und Kopijok (Ukraine) Pfund und Cent (Malta), Lira und Kurusch (Türkei) oder auch Forint (Ungarn) und Kronen und Heller/Haleru (Tschechien).

Kursmünzen aus Übersee (Weltmünzen, außereuropäisch)

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Kursmünzen der Neuen Hebriden
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Kursmünzen von Vanuatu
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3 Kursmünzen aus Vietnam, um 1970, Motiv: Reispflanze

Viele, besonders die aus Übersee stammenden Kursmünzen weisen schöne, landestypische Motive auf (Pflanzen, Tiere, Kultgegenstände).

Als Beispiel aus der Südsee (Südpazifik) sei hier der polynesische Zwergstaat Vanuatu aufgeführt: Noch als britisch-französisches Kondominion "Neue Hebriden" führte er auf den Kursmünzen die Währungsbezeichnung Franc und zeigte Eingeborenenmasken. Nach der Unabhängigkeit Vanuatus (der Landesname kommt von "vanua" (Land) und "atu" (selbständig) wurde der "Vatu" als Währung eingeführt - die Kursmünzen erhielten Motive wie die Kauri-Muschel (vormünzliches Primitivgeld der Eingeborenen) und Schalentier (Krebs).

Ähnlich zeigen Kursmünzen aus Vietnam z.B. oft die Reispflanze.

Historische Kursmünzen

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Taler mit dem Porträt Kaiser Karls VII., 1743

Ältere Kursmünzen - insbes. vor dem 20. Jahrhundert - sind in der Regel Münzen mit Nennwerten von nicht mehr kursgültigen Währungseinheiten. Auch diese gehören zum Sammelgebiet Kursmünzen, sofern sie von Staaten und ihren Banken bzw. Herrschern verausgabt wurden. Sie haben aufgrund ihres historischen Charakters manchmal einen recht hohen Sammlerwert (Sammlermünzen).

Weblinks

Bundesbankbericht zu Münzgeldumlauf in Menge und Wert

Wikipedia
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