Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Kursive
Aus Kefk.
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Die Artikel Schreibschrift, Kursive und Kurrentschrift überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Die Diskussion über diese Überschneidungen findet hier statt. Bitte äußere dich dort, bevor du den Baustein entfernst. plauz 17:00, 19. Mai 2006 (CEST) |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Kursive, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
Als Kursive bezeichnet man in der Paläografie eine Handschrift, in der die Buchstaben normalerweise miteinander verbunden sind, d.h. in etwa das, was man heutzutage als „Schreibschrift“ bezeichnet. Der Gegensatz dazu sind „gebauchte“, „gesetzte“ oder „kalligraphische Schriften“.
Kursivschriften sind in der Geschichte der Schrift nicht immer üblich gewesen: Während die römische Antike Schrift umfangreich im Alltag einsetzte und dafür eine flüssige, verbundene Schrift entwickelte (ältere römische Kursive, jüngere römische Kursive), kannte das hohe Mittelalter keine auf dem Prinzip der Buchstabenverbindung beruhende Schrift. Erst seit dem 13. Jahrhundert hatte sich Schriftlichkeit durch Universitäten, Kaufleute und zentralistische Verwaltung wieder so weit verbreitet, dass eine neue Kursivschrift (gotische Kursive) entstand, auf der die deutsche Alltagsschrift der Neuzeit aufbaut (Kurrent). Außerhalb Deutschlands setzte sich die von dem Humanisten Niccolò Niccoli († 1437) entwickelte humanistische Kursive durch, auf der unsere moderne Schreibschrift aufbaut.
Zitate über die Kursive
- Christian Friedrich Geßner schreibt 1740 über den von Francesco Griffo (hier fälschlicherweise Aldus Manutius zugeschrieben) entwickelten Kursivschnitt in lateinischen Lettern: „Cursiv-Schriften heißt man diejenige Art Lateinischer Buchstaben, welche denen geschriebenen geschobenen Buchstaben gleich kommet, deren sich die Schreiber ehedessen bedienet, wenn sie geschwind geschrieben haben. Die Züge dieser Schrift sind nicht gerade, sondern schief. Aldus Manutius hat selbige zu erst erfunden. Eben deswegen hat er von der Republic Venedig ein Privilegium erhalten, daß Niemand innerhalb 10 Jahren damit drucken dürfte. Von dem Ort der Erfindung heißt diese Schrift auch venetica oder italique. [franz. italique, engl. italic] Heut zu Tage hat man diesen Schnitt bey nahe in alle Schriften und Schriftproben.“
