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Kupferstecher (Beruf)

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Der Kupferstecher ist ein mittlerweile nicht mehr sehr verbreiteter grafischer Beruf.

Kupferstecher wurden im 17. und 18. Jahrhundert in Malerwerkstätten und Verlagshäusern in großer Zahl beschäftigt, um Gemälde als Kupferstich zu kopieren oder Illustrationen druckfähig zu übertragen. Sie waren selber nicht kreativ tätig, sondern übertrugen die Arbeiten anderer, was aber trotzdem hohe Anforderungen an ihre zeichnerischen und handwerklichen Fähigkeiten stellte. Aus diesen Gründen wurden sie aber auch abwertend und misstrauisch beobachtet, da sie mit dem Aufkommen des Papiergeldes die nötigen Voraussetzungen mitbrachten, um als Geldfälscher tätig zu werden.

Dieses leichte Misstrauen spiegelt sich in der sprichwörtlichen Anrede „Mein (lieber) Freund und Kupferstecher“ wider; ursprünglich stammt dieser Ausdruck vom Dichter Friedrich Rückert, der ihn als Anrede in den Briefen an seinen Freund, den Kupferstecher Carl Barth benutzte. Im 19. Jahrhundert erlebte der Kupferstich eine Blütezeit unter den Nazarenern (Nazarener (Kunst)).

Eberhard Schön aus Wien und Stern (seit 1830) in Paris gehören zu den letzten Kupferstechern in Europa, die noch Visitenkarten im Kupferstich anbieten.

Inhaltsverzeichnis

Bekannte Kupferstecher

Deutschland

Frankreich

Niederlande

Schweiz

Literatur

  • Rudi Palla: Falkner, Köhler, Kupferstecher. Ein Kompendium der untergegangenen Berufe. Goldmann, München 1997 ISBN 3-442-72120-2
  • Erich Mulzer: Der Nürnberger Kupferstecher Johann Alexander Boener und die Mostgasse (Feststellung seines Wohnhauses) In: Nürnberger Altstadtberichte, Hrsg.: Altstadtfreunde Nürnberg e. V., Heft 3 (1978)
  • Erich Mulzer: Alt-Nürnberg live (Delsenbach-Stiche als kulturhistorische Quelle). (Die Staffagefiguren auf den Kupferstichen von Johann Adam Delsenbach als kulturgeschichtliche Quelle) In: Nürnberger Altstadtberichte, Hrsg.: Altstadtfreunde Nürnberg e. V., Heft 9 (1984)

Siehe auch

Wikipedia
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