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Kupferacetat

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt die als Grünspan bekannte chemische Verbindung, für weitere Bedeutungen siehe Grünspan (Begriffsklärung)
Strukturformel
Cu2+ 2Bild:Acetat.PNG
Allgemeines
Name Kupfer(II)-acetat
Andere Namen Grünspan, Cupriacetat, Kupferdiacetat, Aerugo
Summenformel C4H6CuO4
CAS-Nummer 142-71-2 (wasserfrei), 6046-93-1 (Monohydrat)
Kurzbeschreibung grüne (wasserfrei) bis blaugrüne (Monohydrat), geruchlose Kristalle
Eigenschaften
Molmasse 181,64 g·mol-1
Aggregatzustand fest
Dichte 1,883 kg·m-3 (Monohydrat)
Schmelzpunkt 115 °C (Monohydrat)
Siedepunkt ? °C; Zersetzung bei 240 °C
Dampfdruck ? Pa (x °C)
Löslichkeit löslich in Wasser
wenig löslich in Alkohol
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
Bild:Hazard X.svg
Xn
Gesundheits-
schädlich
R- und S-Sätze

R: 22
S: 36

MAK ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Kupferacetat, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Kupfer(II)-acetat (auch Grünspan; lat. Cuprum aceticum oder Aerugo) ist das Kupfersalz der Essigsäure.

Eigenschaften

Kupfer(II)-acetat kristallisiert aus wässrigen Lösungen mit einem Mol Kristallwasser, die Zusammensetzung ist also Cu(CH3COO)2 x H2O. Diese Verbindung bildet dunkelgrüne Kristalle, die sich in Wasser (bei 20 °C zu 72 g/l) und Ethanol lösen. Die Kristalle verwittern allmählich an der Luft und verlieren beim Erhitzen auf über 100 °C ihr Kristallwasser, ab 240 °C zersetzen sie sich, wobei sich cirka 70 % des enthaltenen Kohlenstoffes als Essigsäure verflüchtigen.

Herstellung

Kupferacetat bildet sich im Labor beim Einstellen von Kupferblech oder -draht in Essigsäure oder Essig an der Luft. Dabei bildet sich zunächst so genannter Grünspan, der ein Gemisch verschiedener basischer Kupferacetate darstellt und sich an Kupferstellen, die sich oberhalb der Essigsäurelösung befinden bildet. Grünspan bildet sich daher auch beim Aufbewahren von essighaltigen Speisen in Kupfergefäßen. Grünspan (ungefähre Zusammensetzung Cu(CH3COO)2·[Cu(OH)2]3·2H2O ) darf jedoch nicht mit den grünen Schichten einer Patina verwechselt werden, dies sind nämlich Kupfer-(carbonat-sulfat-chlorid)-hydroxid-Gemische (basische Kupferverbindungen), die sich z.B. auf Kupferdächern bilden.

In Essigsäure gelöst liefert Grünspan dann das Kupferacetat. Bei der technischen Gewinnung von Kupferacetat mit Essigsäure wird statt Kupfer-Metall Kupfer(II)-oxid oder Kupfer(II)-carbonat verwendet.

Verwendung

Kupferacetat ist ein Farbpigment (Spanisches Grün) und zwar in den Farben Grün (auch Grünspan) bis Blau (in Gemisch mit Kalk und Essigsäure, es bildet sich Kupfer-Calcium-acetat, dieses wurde häufig im Mittelalter verwendet), es ist wichtiges Zwischenprodukt zur Herstellung des giftigen Farbpigments Schweinfurter Grün und es dient als Fungizid (pilztötendes Mittel) und ist mäßig giftig. Im Bengalischen Licht und Feuerwerken liefert es eine grüne Flammenfärbung.Ausserdem findet es als Treibmittel in Munition Verwendung, da es die Eigenschaft besitzt völlig rauchfrei zu verbrennen (rauchfreies Schiesspulver, rauchfreie Munition)

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Kupferacetat in wäss. Lösung
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