Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Kundenzeitschrift
Aus Kefk.
Kundenzeitschriften dienen der Kundenpflege. Sie werden von Unternehmen für Privatkunden oder Geschäftskunden zur Information und Kundenwerbung publiziert. Kundenzeitschriften sind oft sehr ähnlich gestaltet wie Publikumszeitschriften.
Inhaltsverzeichnis |
Typen und Inhalt von Kundenzeitschriften
Kundenzeitschriften bestehen aus einem redaktionellen Teil und einem werbenden. Der redaktionelle Teil unterscheidet eine Kundenzeitschrift von einem Werbeprospekt. Sie vertreten die Interessen des Handels. Sie dienen der Kundenpflege und –werbung entweder eines einzelnen Unternehmens oder einer ganzen Handelssparte. Ein Beispiel hierfür sind die Kundenzeitschriften des Buchhandels, es gibt das unternehmensübergreifende „Buch-Journal“, das vom Standesverband „Börsenverein des deutschen Buchhandels“ herausgegeben wird und in fast allen Buchhandlungen erhältlich ist. Außerdem veröffentlichen mittlerweile alle großen Buchhandelsketten eigene Magazine, so zum Beispiel „Büchermenschen“ von Hugendubel, das „Thalia-Magazin“ oder „Ich lese“ von Buch Habel.
Eine weitere Unterscheidung kann man an den Zielgruppen festmachen. Kundenzeitschriften können als Zielgruppe Privatkunden oder Geschäftkunden haben, also Business-to-Business oder Business-to-Consumer.
Im redaktionellen Teil einer Kundenzeitschrift werden hauptsächlich branchenspezifische Themen behandelt. Sie werden inhaltlich und äußerlich dem Interesse und Geschmack der Zielgruppe passend gestaltet. Kundenzeitschriften sollen den Verbraucher über Produkte, Neuheiten und allgemein über die Handelssparte informieren. Um das Interesse des Kunden zu wecken und ihn möglichst an die Publikation zu binden, sollten sie auch unterhalten - mit Gewinnspielen oder Kreuzworträtseln zum Beispiel. Die Unternehmen sind für die Inhalte verantwortlich.
In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der Kundenzeitschriften hinsichtlich der Titel und der Auflage stark vermehrt. Im Jahr 2000 gab es über 3000 Kundenzeitschriften, mit einer Gesamtauflage von mehr als 400 Millionen Exemplaren.
Mittlerweile wird jährlich auch der „Oscar für Unternehmensmagazine“ vom Forum Corporate Publishing verliehen.
Vertrieb und Leser von Kundenzeitschriften
Die meisten Kundenzeitschriften werden zunächst vom Handel, beispielsweise von Apotheken gekauft, die diese dann mit dem Ziel der Kundenbindung an den Kunden verteilen.
Um die Verkaufspreise an den Handel niedrig zu halten, müssen die Herstellungskosten günstig gehalten werden, oft ist dies an der Qualität des Papiers erkennbar. Anders ist es bei den Kundenzeitschriften, die als Imagebroschüren von sehr großen Unternehmen dienen sollen, vor allem im Business-to-Business-Bereich. Hier geht der Trend zu immer teureren Hochglanzmagazinen, zum Beispiel in der Autobranche.
Konzipiert, bearbeitet und gestaltet werden sie meistens von Redaktionsbüros, Werbe- oder PR-Agenturen. Die Kundenzeitschriften erscheinen regelmäßig, zumeist monatlich oder vierteljährlich.
Einer Umfrage zufolge lesen 56 % der Kunden die Zeitschriften aus Interesse, 45 % wegen der Informationen, 69 % werden durch sie auf neue Produkte aufmerksam. Über ein Drittel liest mehrmals im Monat Kundenzeitschriften. Die meistgelesenen sind die Kundenzeitschriften der Apotheken.
Beispiele von Kundenzeitschriften in Deutschland
Nach Branchen unterteilt
- Apotheken: Apothekenumschau, Neue Apotheken Illustrierte - Automobilhersteller: BMW Magazin, AUDI Magazin - Energieversorgungsunternehmen: Easy living (RWE) - Buchhandlungen: Buch-Journal, Ich lese, Thalia-Magazin, Büchermenschen - Reiseverkehrunternehmen: DB Mobil, Condor Magazin, Lufthansa Magazin - Nahrungsmittelunternehmen: Bäckerblume - Drogerien, Parfümerien: Clivia, Schlecker Revue, Ja zum Baby, Beauty Talk - Multimedia: WOM Journal, Vodafone World - Banken: Treffpunkt Sparkasse, Values – HypoVereinsbank, Bulletin – Credit Suisse - Versicherungen - Bausparkassen: "house and more" der Bausparkasse Schwäbisch Hall, „Wohnen im eigenen Heim“ der BHW - Technik: Zu Tisch – Miele, SiemensWelt, Microsoft Mag. - Baumärkte: Obi Magazin - Hochschulen - Friseur - Lotto - Und viele mehr
Literatur
- Menhard, Edigna; Treede, Tilo: Die Zeitschrift. Von der Idee zur Vermarktung. Konstanz 2004. ISBN 3896694138
- Noelle-Neumann, Elisabeth; Schulz, Winfried; Wilke, Jürgen (Hrsg.): Fischer Lexikon. Publizistik Massenkommunikation. Frankfurt 2000. ISBN 3596122600
Siehe auch
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Kundenzeitschrift, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
