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Krupp

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel befasst sich mit der Industriellendynastie Krupp und ihren Unternehmungen.
  • Für die gleichnamigen Krankheiten siehe Diphtherie bzw. Pseudokrupp.
  • Für den Gesellschafts- und Innovationsforscher Helmar Krupp (1924-2007), siehe Helmar Krupp.
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Symbol der deutschen Schwerindustrie: Die drei nahtlosen Eisenbahn-Radreifen von Krupp

Krupp ist der Name einer deutschen Familiendynastie von Industriellen des 19. und 20. Jahrhunderts, die mit dem Krupp-Konzern das zeitweise größte Unternehmen Europas aufbauten. Diese Unternehmen sind heute in der ThyssenKrupp AG fusioniert.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Erfolg der von Friedrich Krupp gegründeten und von seinem Sohn Alfred zu wirtschaftlicher Blüte geführten Unternehmungen sowie die schiere Größe des Kruppschen Werksgeländes prägten maßgeblich das Bild der Stadt Essen von der Hochindustrialisierung bis weit nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Die Firma Krupp setzte während des zweiten Weltkrieges wie alle deutschen Montankonzerne auf Aufforderung und Anweisung der Politik und als Ersatz für eingezogene Stammarbeiter Zwangsarbeiter ein. Der aktuelle Forschungsstand findet sich im Buch von Lothar Gall: Krupp im 20. Jahrhundert, Siedler Verlag 2002.

Die Krupps waren - mit Ausnahme der Zeit der Weimarer Republik - mit jeder deutschen Regierung eng verbunden. Die von ihnen hergestellten Waffen prägten die Kriege Europas von 1866 bis 1945.

Dynastie

  1. Witwe Amalie Krupp (1732-1810), Geschäftsfrau
  2. Friedrich Krupp (1787-1826), Firmengründer
  3. Alfred Krupp (1812-1887), „Kanonenkönig“
  4. Friedrich Alfred Krupp (1854-1902), verheiratet mit Margarethe Krupp geb. Freiin von Ende (1854-1931)
  5. Bertha Krupp (1886-1957), verheiratet mit Gustav Krupp von Bohlen und Halbach (1870-1950)
  6. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach (1907-1967), der „letzte Krupp“
  7. Arndt von Bohlen und Halbach (1938-1986) (Erbverzicht zugunsten der Stiftung 1966)

Familienmitglieder

Weitere wichtige Familienmitglieder:

Nicht mit der Familie Krupp verwandt, doch ehedem in engem Kontakt zu Alfried Krupp von Bohlen und Halbach stehend und maßgeblich an den Geschicken des Unternehmens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beteiligt ist Berthold Beitz, früherer Generalbevollmächtigter von Alfried Krupp, bis heute (2005) Vorsitzender des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, dem größten (2005) Anteilseigner des ThyssenKrupp-Konzerns, während Alexander Schoeller der Partner beim Aufbau des österreichischen Unternehmens war.

Literatur

  • Lothar Gall: Krupp im 20. Jahrhundert. 2002, Siedler Verlag. ISBN 3886807428 (Aktueller Forschungsstand)
  • Lothar Gall: Krupp. 2000, Siedler Verlag. ISBN 3886805832 (Aktueller Forschungsstand)
  • Diana M. Friz: Die Stahlgiganten. 1990, Ullstein TB-Verlag. ISBN 354834691X (Doppelbiographie von Alfried Krupp und Berthold Beitz)
  • William Manchester: Krupp. 1968, Kindler Verlag. ISBN B0000BSHGF (Oft zitiert, trotz zahlreicher inhaltlicher Fehler)
  • Frank Stenglein: Krupp - Höhen und Tiefen eines Industrieunternehmens. 1998, München / Düsseldorf. ISBN 3430187621
  • Peter Märthesheimer, Krupp oder Die Erfindung des bürgerlichen Zeitalters, 2002, WDR Hörspiel (fiktiv)
  • Rother, Thomas: Die Krupps - durch fünf Generationen Stahl. 2003, Bastei Lübbe. ISBN 3404615166
  • Dietmar Lautschan: Arthur, der österreichische Krupp, ISBN 3-902447-12-5

Trivia

  • Krupp als Pseudonym für die Kehlkopfdiphterie ist nicht auf etwaige schädliche Einflüsse der kruppschen Fabriken auf die Gesundheit der Menschen in den umliegenden Gegenden zurückzuführen, sondern vermutlich auf das schottische croup für „Heiserkeit“.
  • Im deutschen und englischen Sprachgebrauch hat sich die Redewendung "hart wie Kruppstahl" trotz Missbrauch durch NS-Zeit gehalten

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Krupp – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
Wikipedia
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