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Kritischer Realismus
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Der Kritische Realismus ist eine philosophische, insbesondere ontologische und erkenntnistheoretische Grundposition, die davon ausgeht, dass eine reale Welt existiert, die der sinnlichen Wahrnehmung entspricht, aber (im Gegensatz zum naiven Realismus) durch die Art und Weise der menschlichen Wahrnehmung nicht sofort und unmittelbar erkennbar ist, inwieweit sie mit den durch die menschliche Verarbeitung entstehenden Erscheinungen übereinstimmt.
Ein klassisches Beispiel für die Begrenzung der menschlichen Wahrnehmung ist der Frequenzbereich des menschlichen Hörens, in dem weder die Töne einer Hundepfeiffe noch der tiefen Töne, die teilweise von Elefanten benutzt werden, enthalten sind. Der kritische Realist geht davon aus, dass sich im Laufe der Zeit das menschliche Wissen der Realität immer mehr annähert, diese aber meist nicht vollkommen erreicht.
Prominente Vertreter des Kritischen Realismus waren Nicolai Hartmann, Alois Riehl, Oswald Külpe, Gottfried Keller und George Santayana. Hans Albert bezeichnet den Kritischen Realismus als wesentlichen Teil der erkenntnistheoretischen Position des Kritischen Rationalismus.
Literatur
- Oswald Külpe: Einleitung in die Philosophie, 12., verb. Auflage, Leipzig: Hirzel, 1928
Siehe auch
Realismus, Gemäßigter Realismus, hypothetischer Realismus, Erkenntnistheorie, Wahrnehmung (Philosophie)
