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Kritikimmunität
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Kritikimmunität ist in der Philosophie ein Schutz bestimmter Aussagen oder Aussagensysteme vor Kritik. Sie wird ausschließlich durch die Formulierungsweise erlangt (Immunisierungsstrategie), kann indes auch unabsichtlich entstehen.
Kritikimmunität kann man für jede Behauptung oder Argument selber herstellen, indem man bestimmte Strategien einsetzt, zum Beispiel Tautologisierung, konventionalistische Strategien oder Ceteris paribus-Klauseln. Indem Aussagen oder Aussagensysteme gegen Kritik immunisiert werden, wird auch ihr Informationsgehalt reduziert; Es können Leerformeln entstehen.
In Gegensatz zu Vertretern einer Rechtfertigungsstrategie setzt die Strategie des Fallibilismus darauf, auch vorerst unbegründete Aussagen zu riskieren, die relevante Dinge zu erklären beanspruchen, und diese erst hernach schärfster Kritik auszusetzen, um sie so rational zu überprüfen.
Literatur
- Hans Albert: Konstruktion und Kritik. Aufsätze zur Philosophie des kritischen Rationalismus, Hamburg 1972
- Karl R. Popper: The Myth of the Framework. London New York 1994
Weblinks
- Plädoyer für kritische Vernunft
- Hans Albert, Die Idee rationaler Praxis und die ökonomische Tradition
- Studienführer Hans Albert
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