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Kriminologische Zentralstelle
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Die Kriminologische Zentralstelle (KrimZ) ist eine zentrale Forschungs- und Dokumentationseinrichtung des Bundes und der Länder in Deutschland für den Bereich der Strafrechtspflege. Sie wurde 1986 eröffnet und hat ihren Sitz in Wiesbaden. Organisiert ist die KrimZ als eingetragener Verein, ordentliche Mitglieder sind die Bundesrepublik Deutschland und die Bundesländer. Einige ausländische Forschungseinrichtungen sind korrespondierende Mitglieder. Die Finanzierung erfolgt je zur Hälfte durch den Bund und die Länder. Organe der KrimZ sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und der Beirat. Der Verein beschäftigt darüber hinaus für die Erfüllung seiner Aufgaben eine Reihe von Mitarbeitern in den Bereichen Forschung, Dokumentation und Verwaltung. Derzeitiger Direktor der KrimZ ist Rudolf Egg, sein Vorgänger in dieser Position war Jörg-Martin Jehle.
Die Aufgaben der Kriminologischen Zentralstelle sind gemäß der Vereinssatzung die Förderung der kriminologischen Forschung sowie die Erarbeitung und Vermittlung kriminologischer Erkenntnisse für Wissenschaft, Gesetzgebung, Rechtspflege und Verwaltung. Die wichtigsten daraus resultierenden Aktivitäten sind die Literaturdokumentation, die Organisation von Fachtagungen und die Durchführung von eigenen Forschungsprojekten. Die KrimZ betreibt beispielsweise unter der Bezeichnung KrimLit eine kriminologische Literaturdatenbank und gibt eine eigene Schriftenreihe mit dem Titel „Kriminologie und Praxis“ heraus. Ziel ist insbesondere die länderübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der Strafrechtspflege sowie die Verbesserung der Verbindung zwischen der kriminologischen Forschung und der Strafrechtspraxis.
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