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Kreuzotter
Aus Kefk.
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| Bild:Vipera berus (Marek Szczepanek).jpg Kreuzotter (Vipera berus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Vipera berus | ||||||||||||
| L. |
Die Kreuzotter (Vipera berus) ist eine vor allem in Europa (mit Ausnahme Südeuropas) beheimatete Giftschlange. Sie erreicht eine Länge von bis zu 90 Zentimetern und ist an einer charakteristischen Zickzack-Zeichnung auf dem Rücken zu erkennen. Dieses Merkmal ist jedoch zur Bestimmung weder notwendig noch hinreichend, denn es gibt auch einfarbige Varianten sowie andere Arten, deren Angehörige ebenfalls eine Zickzack-Zeichnung auf dem Rücken haben können.
Ihr bevorzugter Lebensraum sind Gebiete mit hoher Luftfeuchtigkeit und ausgeprägten Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Die Kreuzotter gehört zu den ovoviviparen Schlangen, das heißt, sie brütet ihre Eier im Mutterleib aus. Ihr Gift gilt als moderat giftig, lebensgefährliche Auswirkungen treten im Allgemeinen nur in seltenen Fällen und meist bei Kindern oder älteren Menschen auf. Todesfälle nach dem Biss einer Kreuzotter sind sehr selten.
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Beschreibung
Sie wird zwischen 60 bis 90 Zentimeter lang und hat oft ein Zickzack-Band am Rücken sowie entweder eine X-förmige oder eine etwas V-förmige Zeichnung am Hinterkopf, von der sich der Name ableitet. Die senkrecht geschlitzten Pupillen sind viperntypisch. Der Kopf ist für eine Viper relativ wenig deutlich vom Körper abgesetzt. Die größten in Deutschland gefundenen Exemplare maßen bei Männchen 70 Zentimeter, bei Weibchen 89 Zentimeter. Die Kreuzotter hat genau eine Reihe Schilder zwischen dem Auge und den Oberlippenschildern, das Nasenloch liegt vollständig in einem Schild. Auf der Kopfoberseite befinden sich drei Schilder, die deutlich größer als die anderen sind, zwei paarige und ein unpaares.
Im Gegensatz zu anderen Reptilien behält die Kreuzotter die Eier bis zum Schlüpfen der Jungen im Körper. Dadurch ist sie lebendgebärend (ovovivipar).
Oft wird die ungiftige Schlingnatter (auch Glattnatter genannt) mit ihr verwechselt.
Verbreitung
In Deutschland kommt sie außer in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und dem Rhein-Main-Gebiet fast überall zerstreut vor, ist aber in ihrem Bestand stark bedroht und steht unter Naturschutz.
In Österreich ist diese Art in allen Bundesländern, außer Wien und Burgenland verbreitet. In den Alpen besiedelt sie Gebiete bis zu einer Höhe von etwa 2.500 Metern. Die Kreuzotter fehlt im pannonischen Tiefland und in Südostösterreich. Es existieren größere lokale Vorkommen im Mühl- und Waldviertel.
Sie bevorzugt Habitate mit starker Tag-Nacht-Temperaturschwankung und hoher Luftfeuchtigkeit. Besiedelt werden alpine Geröllfelder, Waldschneisen und deren Ränder, Nadelwälder, Bergwiesen und Moore.
Toxizität
Obwohl die Kreuzotter etwa zwei- bis dreimal giftiger als die gefürchtete Östliche Diamant-Klapperschlange ist, ist sie aufgrund ihres geringen Giftvorrats von nur 10 - 18 mg in der Regel nur für Kinder und alte Menschen lebensgefährlich. Der LD50-Wert des Giftes liegt für eine subkutane Injektion bei etwa 6,45 mg/kg und bei einer Injektion in ein Blutgefäß bei rund 0,55 mg/kg.
Im Falle eines Bisses sollte das Opfer Ruhe bewahren und sich in das nächste Krankenhaus bringen lassen. Da die Kreuzotter das giftige Sekret, welches sie zum Jagen von Mäusen, Fröschen, Blindschleichen oder anderen Tieren benötigt, nicht einfach verschwendet, verwendet sie von ihrem geringen Vorrat bei einem Großteil der Bisse entweder kein oder nur sehr wenig Gift.
Die Symptome des Bisses äußern sich folgendermaßen: Rund um die Bissstelle sollte etwa eine Stunde später eine große Schwellung entstehen. Auf Grund von Nervengiften kann es zu Atemnot und Herzbeschwerden kommen. Der Biss einer Kreuzotter kann darüber hinaus auch zu Lähmungen führen. Wegen des blutzersetzenden Teils des Sekretes ist es möglich, dass die Zone nahe der Bissstelle bläulich aussieht. Normalerweise treten diese Symptome jedoch nicht auf und auch die Schmerzen des Bisses halten sich in Grenzen, so dass manche Leute überhaupt nichts davon merken, wenn sie gebissen werden.
Von 1959 bis 2004 sind in Deutschland keine Todesfälle nach einem Kreuzotterbiss bekannt geworden. Im Jahr 2004 starb eine 81-jährige Rentnerin auf der Insel Rügen nach dem Biss einer schwarzen Kreuzotter.
Farben
Die Höllenotter ist eine schwarze Kreuzotter. Sie wurde früher für eine eigene Schlangenart gehalten und bekam deswegen einen zusätzlichen Namen zugeteilt.
Genauso wie die Höllenotter wurde früher auch die Kupferotter, die kupferfarbene Kreuzotter, für eine andere Art gehalten.
Im Volk entstand auch der Aberglaube, dass rote oder schwarze Kreuzottern besonders giftig seien. Die meisten Exemplare der Höllen- oder Kupferotter sind nicht von Geburt an schwarz bzw. rot, sondern dunkeln in den ersten zwei Lebensjahren allmählich ein.
Gefährdung und Schutz
Gefährdungen für die Bestände der Kreuzotter gehen vor allem von Beeinträchtigungen der Lebensräume aus, etwa durch die Verbuschung oder Aufforstung von Sonnenplätzen oder durch Bewirtschaftungs- bzw. Baumaßnahmen in Heide- und Waldrandgebieten. In früheren Jahrzehnten wurden viele Populationen durch massenhaftes Töten von Tieren (gefördert durch staatliche „Kopfprämien“ pro erlegtem Exemplar) erheblich reduziert. Durch Wiedervernässungsmaßnahmen in teilabgetorften Hochmooren werden Reptilien oft in die Randbereiche verdrängt.
Gesetzlicher Schutzstatus
- Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-RL): nicht aufgeführt
- Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV): besonders geschützt
Rote Liste-Einstufungen
- Rote Liste Bundesrepublik Deutschland: 2 - stark gefährdet
- Rote Liste Österreichs: 3 - gefährdet
- Rote Liste der Schweiz: EN (entspricht: stark gefährdet)
Siehe auch
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Vipera berus – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- www.reptiles.de
- Ausführliche Übersicht
- Informationen und Fotos auf www.herpetofauna.at
- Giftzentrale (hat auch Bilder)
- Kreuzotter im Naturfoto-Archiv des NABU Uelzen
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