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Kreuzzugslyrik

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Als Kreuzzugslyrik bezeichnet man eine spezielle Form der Lyrik, die sich mit den Kreuzzügen befasst und auch historische Geschehnisse poetisch wiedergibt. Grundsätzlich kann man jedoch die Kreuzzugslyrik nicht als eigene Dichtungsgattung bezeichnen, da sie durch den Inhalt bestimmt wird.
Die ersten deutschsprachigen Kreuzlieder entstanden bereits vor dem Zweiten Kreuzzug. Aus der Zeit des Vierten Kreuzzuges sind keine Dichtungen der Kreuzzugslyrik überliefert. Erst ab dem Fünften Kreuzzug sind wieder Gedichte bekannt.
Bedeutende Kreuzzugsdichter waren Friedrich von Hausen, Albrecht von Johansdorf, Hartmann von Aue und Reinmar von Hagenau.

Die Thematik und die Motive der Kreuzzugslyrik sind vielfältig. Größtenteils besteht die Dichtung aus den Gedanken, die sich der Held über den Kreuzzug macht. Die Kreuzlieder sind von Hoffnung und Trauer geprägt. Während der Held auf Gottes Lohn hofft, sorgt er sich gleichzeitig um die Daheimgebliebenen.
Die Dichtung der Kreuzlieder ist, ähnlich wie beim Minnesang, gleichförmig. Oftmals wird ein typischer Gedankenkreis eingebracht:

  • Leiden Gottes für die Menschen, also muss der Mensch sich revanchieren
  • Vergebung der Sünden und Seligkeit als Belohnung von Gott

Ein Beispiel für ein Kreuzlied (von Friedrich von Hausen):

Mîn herze und mîn lîp diu wellent scheiden,
diu mit ein ander wâren nu manige zît. 
der lîp wil gerne vehten an die heiden,
sô hât iedoch daz herze erwelt ein wîp 
vor al der werlt. daz müet mich iemer sît, 
daz siu ein ándèr niht volgent beide.
mir habent diu ougen vil getân ze leide.
got eine müese scheiden noch den strît.
Sît ich dich herze, niht wol mac erwenden,
du wellest mich vil trûreclîchen lân,
sô bite ich got, daz er dich geruoche senden
an eine stat dâ man dich welle enpfân.
Owê! wie sol ez armen dir ergân?
wie getórstest eine an solhe nôt ernenden? 
wer sol dir dîne sorge helfen enden
mít tríuwen als ich hân getân?
Ich wânde ledic sîn von solicher swære,
dô ich daz kriuze in gotes êre nan.
ez wære ouch reht, daz ez alsôwære,
wan daz mîn stætekeit mir sîn verban.
ich solte sîn ze rehte ein lebendic man,
ob ez den tumben willen sîn verbære.
nu sihe ich wol, daz im ist gar unmære,
wie ez mir süle án dem ende ergân.

Siehe auch

Quellen

Wikipedia
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