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Wacholderdrossel
Aus Kefk.
| Wacholderdrossel | ||||||||||||
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| Bild:Turdus pilaris II.jpg Wacholderdrossel (Turdus pilaris) | ||||||||||||
| Systematik
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Turdus pilaris | ||||||||||||
| Linnaeus, 1758 |
Die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) ist eine Vogelart, die zur Familie der Drosseln (Turdidae) gehört. Alte volkstümliche Bezeichnungen für die Wacholderdrossel sind Krammetsvogel (von Krammet für Wacholder) und Krummetvogel. Wacholderdrosseln sind große Drosseln, etwa so groß wie eine Amsel.
Sie ernähren sich im Sommer hauptsächlich von Insekten und Würmern und im Winter von Beeren.
Beide Geschlechter sehen gleich aus und sind sehr bunt gefärbt. Der Nacken und Kopf sind grau, der Rücken braun geschuppt, die Kehle orange, zu den Seiten hin etwas blasser. Die Brust ist ockerfarben, der Bauch weiß, beide sind schwarz gestrichelt. Der Bürzel ist hellgrau, während der Schwanz und die Flügel schwarz sind.
Die Brutgebiete der Wacholderdrossel erstrecken sich durch die kühleren Bereiche von Sibirien bis Westeuropa. Bevorzugt werden Wald- und Buschland mit angrenzenden Wiesen.
Ihre Nester bauen die Wacholderdrosseln auf Bäumen. Im Mai werden fünf bis sechs Eier 12 bis 14 Tage bebrütet. Es kommt oft zu einer zweiten Brut. Häufig wird in großen Gruppen gebrütet, vermutlich zum Schutz vor Nesträubern wie Krähen oder Elstern.
Die Wacholderdrossel sucht ihre Nahrung sehr ähnlich der Amsel; sie hüpft eine Strecke am Boden, hält inne und pickt dann im Boden.
Der Gesang sowie der Warnruf sind ein leicht erkennbares tschack tschack tschack, ähnlich wie eine Rassel.
Die Nester der Wacholderdrosseln werden oft von anderen Vögeln geplündert. Die Drosseln wehren sich, indem sie ihre Feinde mit Kot bespritzen, wodurch deren Federn verkleben und flugunfähig werden.
Die Wacholderdrossel ist heute eine besonders streng geschützte Art nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Nachstellen, fangen oder töten wird strafrechtlich verfolgt.
Geschichte
Früher wurden die Wacholderdrosseln massenhaft gefangen und gegessen. Bei starker Population galten sie als Schadvögel im Obst- und Weinbau. Dies traf in großem Maße für den Anfang des 20. Jahrhunderts in Pommern und Ostpreußen zu. Als Zeitdokument ein Zitat aus einem zeitgenössischem Kochbuch:
- „Die Krammetsvögel werden gerupft, die Haut vom Kopf gezogen, gesengt, der Darm durch die Afteröffnung entfernt. Dann wäscht man die Vögel, sticht die Augen aus, schlägt die Krallen von den Füßen, biegt den Kopf über die Brust und steckt die Füße über Kreuz durch die Augenhöhlen. Die Vögel werden mit Salz und einigen gestoßenen Wacholderbeeren eingerieben. Hierauf macht man Butter in einer Pfanne hellbraun, etwa ½ Eßlöffel für eine Drossel, und bratet die Vögel unter öffteren Umwenden etwa in einer halben Stunde gar. Zur Sauce gießt man etwas Wasser hinzu. Die Vögel werden nicht ausgenommen. Man kann die Krammetsvögel auf gerösteten Semmelnscheiben anrichten und Sauerkohl dazu geben.“
- – M. und E.Doenning: Kochbuch der ostpreußischen Haushaltschule Königsberg 1911 (6. Auflage)
Wikilinks
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| Wiktionary: Krammetsvogel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
Weblinks
- Turdus pilaris in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2006. Eingestellt von: BirdLife International, 2004. Version vom 12. Mai 2006
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