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Keratinozyt

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Der Keratinozyt ist der in der Epidermis (Oberhaut) hauptsächlich (über 90 Prozent) vorkommende Zelltyp. Dieser Zelltyp produziert Keratin und differenziert während er von der untersten Schicht der Oberhaut zu den obersten Schichten (also der Außenwelt zugewandt) gelangt.

Herkunft und Entwicklung

Keratinozyten stammen von epidermalen Stammzellen ab, die sich im Bereich des Stratum basale befinden (unterste Schicht der Epidermis) oder aber im Bereich der äußeren Wurzelscheide der Haarfolikel. Sie durchwandern, während sie von nachkommenden Zellen nach oben geschoben werden, mehrere Stadien der Entwicklung, bis sie im Stratum corneum eine Schicht aus abgeflachten, toten „Hornzellen“ (Korneozyten) bilden.

Die Zeit zwischen Differenzierung im Stratum basale und Abschilferung als Korneozyt im Stratum disjunctum beträgt etwa einen Monat, kann aber in bestimmten Erkrankungen, wie Psoriasis verkürzt sein.

Während dieser Differenzierung verändert der Keratinozyt stetig seine Form und geometrische Ausrichtung. Im Stratum basale entstehen die Keratinozyten aus epidermalen Stammzellen und besitzen eine etwa zylindrische Form. Im Stratum spinosum beginnt der Umbau der Zellen mit einer Volumenzunahme sowie Änderung der Zellachse in eine eher horizontale Richtung. Im Stratum granulosum beginnt die Produktion von Keratohyalinkörnern und die Umbauvorgänge schreiten rasch fort. Es kommt zu Abplattung der Zellen, den Verlust des Zellkernes, zur Schrumpfung aufgrund von Flüssigkeitsverlust sowie schlussendlich zur Verhornung. In dem folgenden Stratum corneum (Hornschicht) kann man keine Keratinozyten mehr nachweisen. Aus Keratinozyten wurden Korneozyten.

Aufgaben

Das Stratum corneum bildet eine Barriere, die Fremdkörper und Keime abhält und den Körper vor Austrocknung schützt.

Keratinozyten sind aktiv an der Immunantwort, an Entzündungsprozessen und bei der Wundheilung beteiligt. Sie können eine Vielzahl von Zytokinen, Wachstumsfaktoren und sogar Komplementfaktoren produzieren. Für viele chronisch entzündliche Hauterkrankungen ist bekannt, dass sie insbesonders TNF-alpha und IL-1 freisetzen, aber auch viele andere Interleukine und Chemokine.

Keratinozyten tragen zum UV-Schutz bei, indem sie Melanosomen von Melanozyten aufnehmen. Das Melanin wird um den Zellkern gelagert und schützt diesen vor UV-bedingten Schäden.

Wikipedia
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