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Klassischer Kontrapost
Aus Kefk.
Kontrapost ist ein charakteristisches Kennzeichen der griechischen klassischen Plastik. Durch die Verlagerung des Körpergewichts auf das Standbein ergibt sich eine Schräglage der Beckenpartie, die durch das Anheben der Spielbeinschulter ausgeglichen wird; die Gegensätze halten einander die Waage.
Unter dem klassischen Kontrapost (von ital. contrapposto Gegensatz) versteht man in der bildenden Kunst den Wechsel von Stand- und Spielbein einer menschlichen Figur zum Ausgleich der Gewichtsverhältnisse. Das Becken tritt dabei aus der senkrechten Körperachse. Der durch die daraus resultierende Gewichtsverlagerung einsetzende Hüftschwung mit der Schieflage des Beckens in der Balance ist ebenfalls symptomatisch für das Spiel mit Gegensätzen Ruhe<->Bewegung, Spannung<->Entspannung, Hebung<->Senkung, die letzten Endes zu einem homogenen Ausgleich führen. Der moderne Begriff der Ponderation beschreibt dabei vor allem die Unterscheidung von Stand- und Spielbein mit den dazugehörigen Folgen für den übrigen Körperbau (s. o.).
Das Motiv des Kontrapost wurde erstmals von den antiken Bildhauern der klassisch-griechischen Kunst dargestellt und drückt zugleich Last und Unbeschwertheit, Ruhe und Bewegung sowie Gebundenheit und Freiheit des menschlichen Körpers aus. Das Motiv wurde später von den Künstlern der Renaissance aufgegriffen, unter ihnen an erster Stelle von Donatello und dann von Michelangelo. Seitdem wird es auch von Malern in ihren Gemälden verwendet.
Siehe auch: Polyklet, Lysipp, Doryphoros, Hermes von Olympia, Diskophoros, Diadumenos
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