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Konstruktionsspiel

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Konstruktionsspiele sind frühkindliche Verhaltensmuster beim Spielen. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass das Kind ein selbst gesetztes Ziel erreicht. Seine Spielhandlungen sind insgesamt darauf gerichtet, den durch das Spielziel gegebenen Anforderungen zu genügen.

Grundsätzlich verlangen Konstruktionsspiele vom Kind, dass es planend vorausschaut, die Materialien den Anforderungen gemäß erkennt, anordnet und gestaltet. Darüber hinaus muss es die notwendige Geduld aufbringen, so lange ausdauernd zu spielen, bis das Spielziel in greifbare Nähe rückt. Damit gilt für Konstruktionsspiele, dass sie geeignet sind, beim Kind die inneren Voraussetzungen für konstruktive, kreative und ausdauerende Arbeiteinstellung zu fördern. Dies um so mehr, als die Konstruktionsideen, die Vorstellungen ihrer Umsetzung und die Gestaltung des Konstruktionsspiels vom Kind selbst ausgehen.

Erfolg und Misserfolg im Spiel

Die Anforderungsstruktur für die zur Zielerreichung notwendigen Spielhandlungen kann von "gering" bis "hoch" variieren. Dementsprechend kann ein Konstruktionsspiel leicht gelingen oder auch misslingen. Es kann Erfolg und es kann Misserfolg haben - mit allen psychischen Begleiterscheinungen.

Im Fall der erfolgreichen Durchführung und Beendigung seines Konstruktionsspiels mögen Glücksgefühl und Zufriedenheit die Erfahrung des Kindes begleiten, dass es selbst etwas zustandegebracht hat.

Setzt es sein Spielziel aber zu hoch an und ist den Anforderungen nicht gewachsen, kann das Erleben in Misserfolg, Unzufriedenheit, Verärgerung, Zorn, Deprimiertheit resultieren. Jetzt wird das Kind erstmal damit konfrontiert, dass es am eigenen und selbstgesetzten Leistungsstandard gescheitert ist. Solche Erfahrungen können für das Kind überaus schmerzlich sein, insbesondere dann, wenn es sich wieder und wieder angestrengt hatte, ohne dass aus der geplantetn Konstruktion etwas wurde.

Dennoch ist das Erleben des Misslingens und die Erfahrung, ein Ziel nicht ohne weiteres zu erreichen, entwicklungspsychologisch wertvoll. Die selbst erzeugte Wirklichkeit (Misslingen eines Konstruktionsspiels) verlangt dem Kind Wege und Mittel ab, die beeinträchtigend erlebte Erfahrung zu bewältigen, das heißt Bewältigungsstrategien gegenüber den negativen Folgen des Misslingens zu entwickeln. Sie können darin bestehen, die eigenen Anforderungen zu senken oder die Wiederholung des Konstruktionsversuchs erst einmal zu verschieben. Jedenfalls bleibt die an sich wichtige Erfahrung, dass nicht von vornherein alles wunschgemäß verläuft, obwohl es zunächst erhofft wurde.

Konstruktionsspiele hängen nach ihrer Auswahl, ihrem Verlauf und ihrem Ergebnis davon ab, welche Spielmaterialien dem Kind zur Verfügung stehen.

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