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Kompaktkamera
Aus Kefk.
Als Kompaktkamera bezeichnet man Fotoapparate mit einer geringen Größe und einem vergleichsweise geringen Gewicht unter Betrachtung ihrer Bauform. Kompaktkameras sind in der Regel Sucherkameras für das Kleinbild-, APS- oder Kleinstbildformat. Bei den am häufigsten verkauften Digitalkameras handelt es sich ebenfalls um Kompaktkameras.
Kompaktkameras weisen einen − im Vergleich zur Spiegelreflexkamera − geringeren Funktionsumfang aus, liefern häufig aufgrund einfacher Komponenten eine schlechtere Bildqualität, sind jedoch auch erheblich preiswerter. Typische Eigenschaften für Kameras dieser Klasse sind auch die Vollautomatik, verschiedene Motivprogramme sowie ein Spritzwasserschutz.
Ein Beispiel für eine verbreitete Kompakt-Digitalkamera ist die im Mai 2000 vorgestellte Digital IXUS von Canon. Sie verfügte über ein optisches zweifach-Zoomobjektiv sowie einen CCD-Bildsensor mit einer Auflösung von etwa zwei Megapixeln.
Eine Sonderform der Kompaktkamera wird häufig als Edelkompakte paraphrasiert; dabei handelt es sich um besonders hochwertig ausgestattete Modelle mit aufwändiger Verarbeitung und hochwertigen Komponenten. Beliebte Vertreter dieser Klasse für das Kleinbildformat sind zum Beispiel die Olympus µ(mju:)-II und die nicht mehr erhältliche T5 von Yashica. Dieses gelegentlich auch als „Schärfewunder“ bezeichnete Modell verfügt als besonderes Ausstattungsmerkmal über eine vergleichsweise hochwertige Optik von Carl Zeiss, das T* Tessar, mit einer Lichtstärke von 1:3,5.
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Wie fotografiert man damit?
(Am Beispiel der Olympus µ-II.)
Die Kamera fokussiert auf das Objekt, das sich beim Andrücken des Auslösers im Messbereich des Autofokus befindet. Erfolgreiches Fokussieren wird im Sucher durch eine grüne Leuchtdiode angezeigt. Hält man den Auslöser dort fest, kann man die Kamera verschwenken, ohne dabei den Fokus zu ändern. Will man dasselbe Verhalten auch für die Belichtungsmessung erhalten, muss man die Kamera vorher auf Spotmessung einstellen.
Bei der Belichtungsmessung entscheidet die Elektronik, ob für eine verwacklungsfreie Aufnahme das Blitzlicht gebraucht wird und zeigt das im Sucher durch eine gelbe Leuchtdiode an. Wenn man dennoch das Blitzlicht abschaltet, sollte man auch ein Stativ und den Selbstauslöser verwenden, damit man das Bild nicht durch die Betätigung des Auslösers verwackelt. Da die Kamera gegen Spritzwasser geschützt ist, ist es auch bei leichtem Regen kein Problem, damit auf einem Stativ zu fotografieren.
Die Kamera bietet keine Möglichkeit, einen Filter (z.B. für Polarisation) direkt auf dem Objektiv zu befestigen. Das wäre auch nur schlecht realisierbar, da die Sensoren für Belichtung und Fokussierung, sowie der Suchereinblick das Licht nicht durch das Objektiv erhalten, sondern an der Außenseite der Kamera angebracht sind. Das Problem kann jedoch umgangen werden durch Verwendung eines sehr großen Filters, wie er für große Objektive an Spiegelreflexkameras verwendet wird, z.B. mit 77 mm Durchmesser. Man muss dann die Kamera in einer Hand halten, während man mit der anderen Hand den Filter so vor die Lichteintritte von Objektiv, Sucher und Sensoren hält, dass das gesamte Licht darauf durch den Filter einfällt. Man muss dabei beachten, den Filter ein kleines Stückchen vor der Kamera zu halten, da das Objektiv erst beim Auslösen in seine Schärfeposition und damit ein Stück heraus gefahren wird.
Schnappschüsse
Einfach draufhalten und auslösen. Die Elektronik ist so eingestellt, dass sie in vielen Situationen die richtigen Einstellungen wählt. Sogar kleinen Kindern gelingen auf diese Weise scharfe und korrekt belichtete Bilder.
Portraits
Blitz ausschalten, Stativ benutzen, großen Abstand zum Hintergrund halten. Nicht in direktem Sonnen- oder Strahlerlicht fotografieren. Bei der µ-II kann die Blende nicht direkt beeinflusst werden, also muss man durch wenig Licht die Automatik dazu bringen, eine möglichst große große Blende zu wählen, damit die Freistellung der zu fotografierenden Person vom Hintergrund gelingt. Zum Fokussieren den Messbereich des Autofokus auf die Augen richten und Auslösen. In der Zeit, die der Selbstauslöser läuft, den Bildausschnitt durch Ausrichtung der Kamera auf dem Stativ wählen.
Landschaften
Muss man so fotografieren, wie sie sind. In jedem Fall sollte man aber selbst entscheiden, ob der Vordergrund durch den Blitz aufgehellt werden soll oder nicht. Beim Fokussieren darauf achten, dass nicht versehentlich ein zu nahe stehendes Objekt im Vordergrund mit dem Messbereich des Autofokus angepeilt wird. Bei starken Helligkeitsunterschieden im Motiv die Spotmessung verwenden.
Panoramen
Panorama-Bilder, die aus mehreren Einzelbildern zusammengesetzt werden sollen, erfordern die Einhaltung der Einstellungen von Verschlusszeit, Blende und Fokus für jedes Einzelbild. Obwohl man diese Einstellungen nicht manuell vornehmen kann, kann man den Effekt erzielen, indem man sich einen Referenzpunkt in der zu fotografierenden Szene sucht, auf den man vor dem Auslösen jedes Einzelbildes fokussiert und durch Spotmessung die Belichtung festhält.
Personengruppe
Beim Blitzen beachten, dass rote Augen und hässliche Schlagschatten auf dem Bild entstehen können. Beim Fokussieren sicherstellen, dass sich eine Person im Messbereich des Autofokus befindet, die ungefähr in der Mitte der Gruppe steht.
Nachtaufnahmen
Stativ verwenden. Die Kamera hat eine längste Belichtungszeit von 4 Sekunden, was in Verbindung mit der größtmöglichen Blende von 2,8 und einem lichtempfindlichen Film einen beachtlichen Spielraum für verschiedene Motive ergibt. Zusätzlich kann der Blitz so eingestellt werden, dass er zu Beginn der Belichtung auslöst, wodurch man den Vordergrund ggf. aufhellen kann.
Gegenlicht
Bei Gegenlichtaufnahmen kann der eingebaute Blitz zugeschaltet werden, um so das Motiv von seiner lichtabgewandten Seite aufzuhellen. Zusätzlich kann die Spotmessung benutzt werden, um sicherzustellen, dass das Hauptmotiv richtig belichtet wird.
