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Kommensalismus
Aus Kefk.
Als Kommensalismus (von lat. cum „mit“ und mensa „Tisch“, wörtlich also „mit am Tisch“) wird jene Form des Zusammenlebens zweier artfremder Organismen bezeichnet, bei der der eine Partner, der Kommensale, vom anderen Partner, dem Wirt, profitiert, für den Wirt jedoch keine vor- oder nachteiligen Effekte entstehen. Kommensalismus stellt eine Form der Symbiose zweier Organismen dar.
Somit kann man auch sagen, dass die Kommensalen die „höchste Kunst des Parasitierens erreicht“ haben, da sie sich von Nahrungsrückständen oder Stoffwechselprodukten des Wirtes und eben nicht auf dessen Kosten ernähren.
Mensch
Beim Menschen zählen jene Keime zu den Kommensalen, die verschiedene Mikrobiotope als Ekto- oder Endokommensalen besiedeln und in ihrer Gesamtheit dort als die jeweilige Normalflora bezeichnet werden. Es sind dies
- auf der Haut die (nach Hautregion) unterschiedliche Hautflora
- in der Mundhöhle die Mundflora, die im Bereich der Zähne allerdings nicht vor den säurebildenden und Karies verursachenden Keimen schützen
- im oberen Atemtrakt die dortige physiologische Keimbesiedlung
- im Darm die nach Darmabschnitt unterschiedlich verteilte Darmflora
- bei der Frau (in der Vagina) die altersabhängig unterschiedlich zusammengesetzte Scheidenflora
Tiere
Aasfresser der Steppen und Wüsten, die größeren Jägern folgen. Gelegentlich können Kommensalen durch Massenauftreten oder Nahrungsknappheit zu indirekten Konkurrenten werden und Interferenzen erzeugen (vgl. auch Populationsdynamik).
Weitere Beispiele: Hornissenkäfer
