Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Kombinat Industrielle Mast
Aus Kefk.
Das Kombinat Industrielle Mast (KIM) war ab Ende der 1960er Jahre eine staatliche Betriebsform in der Landwirtschaft (speziell der Tierproduktion) der DDR. In diesem Kombinat wurden in Großbetrieben vor allem Masthähnchen (Broiler), Gänse, Eier, Mastschweine und Mastrinder produziert. Derartige Betriebe waren in der gesamten DDR verteilt. Die Geflügelproduktionsbetriebe wurden abwertend auch „Hühner-KZs“ genannt.
Die Bestandsgrößen der Einzelbetriebe waren außerordentlich hoch, es gab Betriebe mit bis 1 Million Legehennen, 1,6 Mio Hähnchen oder 100.000 Schweinen. Diese großen Bestände waren mit den damit verbundenen großen Abproduktmengen (z.B. Gülle) ökologisch bedenklich und auch in Hinsicht auf die Tierseuchenprophylaxe nur schwer zu handhaben.
KIM-Standorte waren u.a.:
- Spreenhagen bei Berlin
- Trappenfelde bei Berlin
- Mockrehna bei Leipzig
Literatur
- Ulrich, Reinhard: Spur der Broiler. Wir und unser goldener Osten., Rowohlt Taschenbuchverlag, Berlin 1999, ISBN 34-996-078-08
- Heck, Dieter & Scheffler, Ute: Der Goldbroiler, BuchVerlag für die Frau, Leipzig 2001, ISBN 38-979-804-28
- Poutrus, Patrice G.: Die Erfindung des Goldbroilers. Über den Zusammenhang zwischen Herrschaftssicherung und Konsumentwicklung in der DDR, Böhlau Verlag, Köln u.a., ISBN3-412-14400-2
