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Kolophon (Schriftstück)

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschreibt den Kolophon im Buch- und Verlagswesen. Für die antike Stadt in Kleinasien siehe Kolophon, davon abgeleitet Kolophonium für ein bestimmtes Harz.

Ein Kolophon (griech. κολοφων=Gipfel, Spitze) ist ein Schriftstück und beschreibt im Verlagswesen Details zur Produktion eines Buches.

Kolophone kommen schon im Altertum und Mittelalter in handgeschriebenen Büchern vor. Sie enthalten dann z. B. Angaben über den Schreiber und / oder den Auftraggeber und sind darum wertvoll für die Datierung. Beispiel: Codex Cairensis.
Im Druckereiwesen beinhaltet der Kolophon im Allgemeinen die verwendeten Schriftarten und oft auch die Namen der Designer; das Papier, Farbe, Details der Buchbindung und Methoden der Bucherstellung können auch erwähnt werden. Bei technischen Büchern kann ein Kolophon auflisten, welche Software verwendet wurde, um Text und Diagramme druckfertig zu machen. Detaillierte Kolophone sind eine charakteristische Eigenschaft von limitierten Auflagen.

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Valerius Maximus, gedruckt in Mainz von Peter Schöffer, 18. Juli 1471: Kolophon mit Druckvermerk und Druckerzeichen

Enthält ein Buch ein Kolophon, so kann dieses entweder auf der selben Seite wie das Impressum oder ganz am Ende erscheinen. In alten Büchern wurden noch keine Titelblätter verwendet. Die Angaben zu Titel, Ort und Erscheinungsdatum wurden am Schluss des Buches im Kolophon zusammengefasst. Aus dem Jahr 1457 ist der erste gedruckte Kolophon im Psalterium von Johannes Fust und Peter Schöffer überliefert. Der Kolophon kann auch als Explicit bezeichnet werden (Gegenteil: Incipit), da er häufig am Ende eines Buches stand. Im Laufe der Entwicklung musste der Kolophon dem Impressum weichen.

Webseiten können auch ein Kolophon (Header) besitzen, das häufig Informationen zu (X)HTML, CSS, Benutzerfreundlichkeit und Links zum Validieren der Seite enthält.

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