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Kloster St. Marienthal

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Bild:Kloster St. Marienthal.jpg
St. Marienthal an der Neiße

St. Marienthal ist ein Zisterzienserinnenkloster in der Oberlausitz, Sachsen. Es liegt nahe dem Ort Ostritz direkt an der Neiße. Ostritz war bis ins 19. Jahrhundert Teil der Klosterherrschaft. Stift St. Marienthal, gegründet von Kunigunde, Gemahlin des Königs Wenzel von Böhmen im Jahr 1234, ist das älteste Frauenkloster des Zisterzienserordens in Deutschland. Es besteht seit seiner Gründung ununterbrochen.

Zum Konvent des Klosters gehören im Jahr 2006 14 Schwestern unter Leitung der Äbtissin Regina Wollmann.

Der weitläufige Klosterkomplex ist kulturhistorisch bedeutsam. Er umfasst die Konventsgebäude mit der Abtei als Wohnsitz der Äbtissin, die Klosterkirche, die Propstei (früher Wohnung des Propstes), die Kreuzkapelle und Nebengebäude wie Bäckerei, ein Sägewerk, eine ehemalige Mühle und eine Brauerei. 1992 wurde ein Internationales Begegnungszentrum mit zwei Gästehäusern gegründet, das Hotelübernachtungen anbietet und auch Seminargästen eines klosterzugehörigen Bildungswerks zur Verfügung steht.

Der Konvent von St. Marienthal besitzt umfangreiche landwirtschaftliche Nutzflächen, die zum größten Teil verpachtet sind. Der vom Kloster verpachtete Weinberg ist der östlichste Deutschlands. Das Kloster ist Träger eines Behindertenheimes mit 74 Bewohnern im nahe gelegenen Ort Schlegel. Die zugehörige Werkstatt für behinderte Menschen bietet 30 Arbeitsplätze.

Literatur

  • Schönfelder, J.B.: Urkundliche Geschichte des Königlichen Jungfrauenstifts und Klosters St. Marienthal in der Königlich-Sächsischen Oberlausitz. Zittau 1834.
  • Zdichynec, Jan: Klášter Marienthal mezi králi, městy a šlechtou (1234-1547). In: Bobková, Lenka (Hrsg.): Korunní země v dějinách českého státu. Bd. 1: Integrační a partikulární rysy českého státu v pozdním středověku. Praha 2003. S. 166-218.

Weblinks

Koordinaten: 50° 59′ 51" n. Br., 14° 55′ 31" ö. L.

Wikipedia
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