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Kloster Kaisheim

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Bild:Dehio 456 Kaisheim.jpg
Grundriss der Klosterkirche

Das Kloster Kaisheim (auch Reichsstift Kaisheim) ist ein ehemaliges Kloster der Zisterzienser im bayerischen Markt Kaisheim in der Diözese Augsburg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Kloster wurde 1133 durch Graf Heinrich III. von Lechsgemünd und seine Gemahlin Liukardis gegründet. Es war vermutlich schon seit dem Jahr 1370 Reichsstift, aber erst ab 1656 wurde das Kloster reichsunmittelbar. Seit dieser Zeit gehörte auch Kloster Pielenhofen als Subpriorat zum Kloster Kaisheim. 1802 erfolgte die Säkularisation. Die Klosteranlage wurde zunächst vom bayerischen Staat militärisch besetzt. Anschließend diente Kaisheim als Zentralkloster der aufgelösten bayerischen Ordensprovinz der Franziskaner. Ab 1816 wurden die Gebäude als Strafarbeitshaus und Zuchthaus genutzt. In den Gebäuden befindet sich heute noch eine Justizvollzugsanstalt. Im Ostflügel, dem sogenannten Kaisersaalflügel, ist seit 1989 die Dauerausstellung "Hinter Gittern" im Bayerischen Strafvollzugsmuseum untergebracht. Von besonderer baulichen Bedeutung sind der Kaisersaal sowie der Bibliothekssaal.

Äbte von Kaisheim

  • Udalrich (Ulrich I.) 1133-1155
  • Konrad I. 1155-1165
  • Diethelm 1165-1174
  • Albert 1174-1194
  • Ebbo (Ebo) 1194-1210
  • Konrad II. 1210-1228
  • Heinrich I. 1228-1239
  • Richard 1239-1251
  • Wolvich (Volkwich) 1251-1262
  • Heinrich II. 1262-1266
  • Trutwin 1266-1287
  • Heinrich III. 1287-1302
  • Johann I. Chonold (Konold) 1302-1320
  • Ulrich II. Zoller 1320-1339
  • Ulrich III. Nubling 1339-1360
  • Johann II. Zauer 1360-1379
  • Johann III. Molitor (Müller) 1379-1400
  • Johann IV. Scherb (Scharb) 1400-1422
  • Kraft von Hochstadt (Krafto von Höchstädt) 1422-1427
  • Leonhard Weinmayer (Weinmayr) 1427-1440
  • Nikolaus Kolb 1440-1458
  • Georg I. Schmidlin 1458-1479
  • Johann V. Vister (Vischess) 1479-1490
  • Georg II. Kastner 1490-1509
  • Konrad III. Reutter (Reuter) 1509-1540
  • Johann VI. Zauer (Sauer) 1540-1575
  • Ulrich IV. Köllin 1575-1586
  • Georg III. 1586-1589
  • Dominicus Steichele 1589-1594
  • Sebastian Faber 1594-1608
  • Johann VII. Beck 1608-1626
  • Jakob Mosbach 1626-1637
  • Georg IV. Müller 1637-1667
  • Benedikt Hein 1667-1674
  • Hieronymus Winter 1675-1681
  • Elias Götz 1681-1696
  • Judas Thaddäus Mayr 1696-1698
  • Roger von Röltz (Rogerius I. Röls)1698-1723
  • Rogerius II. Friesl 1723-1739
  • Cölestin I. Meermols 1739-1771
  • Cölestin II. Angelsbrucker 1771-1783
  • Franz Xaver Müller 1783-1802

Literatur

  • K. Huber: Die Zisterzienserabtei Kaisheim im Kampf um Immunität, Reichsunmittelbarkeit und Souveränität. Diss., Erlangen, 1928
  • H. Hoffmann: Die ältesten Urbare des Reichsstiftes Kaisheim 1319-1352. Augsburg, 1959
  • Johann Lang, Otto Kuchenbauer: 850 Jahre Klostergründung Kaisheim 1134-1984 - Festschrift zur 850-Jahr-Feier. Kaisheim, 1984
  • Luitpold Reindl: Geschichte des Klosters Kaisheim. 1926
  • Martin Schaidler: Chronik des ehemaligen Reichsstiftes Kaisheim. Nördlingen, 1887

Weblink

Koordinaten: 48° 46′ 02″ N, 10° 47′ 54″ O

Wikipedia
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