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Kloster Himmerod
Aus Kefk.
Koordinaten: 50° 1' 40" N 6° 45' 24" E
Das Kloster Himmerod ist eine Zisterzienser-Abtei in der Eifel, zwischen Großlittgen und Eisenschmitt (Landkreis Bernkastel-Wittlich) im Tal der Salm gelegen. Heute leben dort 14 Mönche. Das Kloster besitzt ein Museum (in der alten Mühle) mit wechselnden Kunstausstellungen, eine Buch- und Kunsthandlung, eine Gaststätte, ein Gäste- und Exerzitienhaus sowie eine verpachtete Fischerei. Das Gästehaus ist eine anerkannte Zivildienststelle im Bistum Trier.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Himmerod wurde im Jahre 1134 von Bernhard von Clairvaux als direkte Ausgründung von Clairvaux gegründet. Himmerod selbst gründete 1189 die Abtei Heisterbach. Die barocke Kirche wurde erstmals 1751 fertiggestellt, verfiel jedoch nach der Säkularisation durch die französischen Besatzer ab 1802 wieder. 1922 wurde das Kloster nach Besiedlung durch deutsche Zisterzienser-Mönche aus Mariastern/Bosnien wiedergegründet. Von Himmerod aus wurde 1936 die Abtei Heiligkreuz in Itaporanga bei São Paulo/Brasilien gegründet. Die Kirche wurde unter Abt Vitus Recke (geb. in Bickenriede/Eichsfeld, Abt in Himmerod 1937-1959) wieder aufgebaut und 1962 fertiggestellt.
Vom 5. Oktober bis zum 9. Oktober 1950 tagten in Himmerod ehemalige Wehrmachtsoffiziere, um im Auftrag der Bundesregierung um Kanzler Adenauer die deutsche Wiederbewaffnung vorzubereiten. Das Ergebnis der Tagung war die Himmeroder Denkschrift.
Berühmt ist die von der Orgelmanufaktur Klais gebaute Orgel. Der aktuelle Abt ist Bruno Fromme (Priesterweihe 1964, Abt seit 1991).
Ort
Himmerod gehört zur Gemeinde Großlittgen in der Verbandsgemeinde Manderscheid. Außerhalb des Klosters befinden sich noch der Gasthof Graf-Zils in Privatbesitz, ein Laden in der Nähe der Himmeroder Fischteiche und einige Wohnhäuser.
Veröffentlichungen
Das Kloster besitzt einen eigenen Buchverlag (Himmerod Drucke), in dem verschiedene Autoren bisher über 50 Werke veröffentlicht haben, vor allem der Himmeroder Pater Stephan Reimund Senge. Vierteljährlich erscheint die Zeitschrift „Unsere Liebe Frau von Himmerod“ , etwa zehnmal jährlich der „Himmeroder Rundbrief“ (Redaktion: Pater Stephan).
Literatur
- Rainer M. Schröder: Das Geheimnis der weißen Mönche. Arena, 2002. ISBN 3-401-02150-8 (ein Roman, der im mittelalterlichen Himmerod spielt)
Weblinks
- Offizielle Homepage
- Die Klais-Orgel
- Initiative Sudan, ein Entwicklungshilfe-Projekt von Pater Stephan aus Himmerod
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