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KitKatClub
Aus Kefk.
Der KitKatClub in Berlin ist eine Diskothek, die für ungewöhnliche sexuelle Freizügigkeit bekannt ist.
Die Türpolitik des Clubs gilt als sehr streng. Der Dresscode ist laut Eigenaussage „geschlechtsbewusst“; Fetisch-Kostüme und teilweise Nacktheit sind häufig. Unter den je Wochenende bis zu 3000 Besuchern sind sowohl Hetero- als auch Homosexuelle. Sex unter den Anwesenden wird akzeptiert. Gespielt wird elektronische Musik wie Trance und House.
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Geschichte
Die Gründer, der in Kärnten geborene Simon Thaur und seine Lebensgefährtin Kirsten Krüger, waren beeinflusst von der Atmosphäre der Sunrise-Beach-Partys Ende der 1980er Jahre in Goa und den sexuellen Möglichkeiten, wie sie in diversen SM-Clubs zu finden sind.
Im März 1994 begannen die Betreiber mit einer Clubbing-Veranstaltung in der Turbine in der Glogauer Straße im 14-täglichen Rhythmus. Der eintretende Erfolg führte später, nach einer Zwischenstation im Vereinsheim 1893, zur Übernahme der Turbine und Umbenennung in den Club-Betrieb Kit Kat Club. Das Motto war damals wie heute „Do what you want but stay in communication!“ Szene-legendär waren neben dem homosexuellen „Crisco-Club“ auch die Sonntags-Afterhour „Freak-Show“ (heute „Piep Show“). Die Turbine wurde zu klein und führte 1999 zum Umzug in das Metropol-Theater am Nollendorfplatz. Seit 2001 befindet sich der Club in einer ehemaligen Bierabfüllhalle der Schultheiss-Brauerei in Berlin-Schöneberg.
Heute ist der KitKatClub weit über die Grenzen Berlins und Deutschlands hinaus bekannt. Er war Schauplatz zahlreicher Fernsehreportagen. Wichtiger Bestandteil des außergewöhnlichen Ambientes wurde Schwarzlichtkunst. Von 1995 bis 2002 malte der Berliner Künstler Der Träumer erotisch psychedelische Gemälde für den Club und prägte damit die farbenfrohe, visuelle Gestaltung der Partys.
Seit September 2003 existiert ein „Ableger“ in Köln, einmal monatlich findet dort die Party KitKatClub im Alten Wartesaal statt.
Carneval Erotica
Politische Aufmerksamkeit bekam der KitKatClub 2001 als Hauptorganisator der Techno-Demonstration Carneval Erotica. Diese setzte sich unter anderem für eine Reform des Gaststättengesetzes von 1920, sexuelle Liberalisierung und ein positives Verhältnis zum Hedonismus ein. Auf Flugblättern einzelner Gegendemonstranten warnten diese vor: „freiem Sex als Stempel auf der Urkunde unseres Unterganges“. In öffentlichen Erklärungen solidarisierte sich der Carneval Erotica mit der am selben Tag verbotenen Fuckparade. Die Demonstration fand am 14. Juli 2001 statt und bewegte sich mit ca. 100.000 Teilnehmern und Zuschauern über den Ku'damm. Nach der ersten Veranstaltung wurde kein weiterer Carneval Erotica durch die Stadt Berlin genehmigt.
Namensgebung
Die Namensgebung des Clubs wurde inspiriert durch den legendären Kit Kat Club aus dem Musical Cabaret im Berlin der 1920er/30er Jahre. Die Intention war, die aufreizende, schrille und außergewöhnliche Atmosphäre des Clubs aus dem Musical mit seiner freizügigen Aktionskunst in einer zeitgenössischen Art und Weise wieder auferstehen zu lassen.
Weblinks
- KitKatClub Homepage
- „Die Bühne ist der Star“ – über den KitKatClub, von Henning Kober, die tageszeitung (taz), 28. Feb. 2004
- „Erlaubt ist, was gefällt“ – nach dem Umzug, von Elmar Schütze, Lokales, Berliner Zeitung vom 3. Mai 2001
- "Locker trotz SM" - eine Hommage an den KitKatClub in Berlin aus sadomasochistischer Sicht
- KitKatClub @ Alter Wartesaal (Köln)
- KitKatClub@MySpace.com
- Simon Thaurs Homepage
Koordinaten: 52° 28' 00" N, 13° 21' 57" O
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