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King Kong (2005)

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt die 2005er Neuverfilmung des Filmklassikers King Kong und die weiße Frau.
Weitere Erklärungen finden sich unter King Kong
Filmdaten
Deutscher Titel: King Kong
Originaltitel: King Kong
Produktionsland: Neuseeland
USA
Erscheinungsjahr: 2005
Länge (PAL-DVD): Kinofassung: 180 Minuten
DVD Deluxe Ext. Edition:
192 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Peter Jackson
Drehbuch: Peter Jackson
Fran Walsh
Philippa Boyens
Produktion: Jan Blenkin
Carolynne Cunningham
Peter Jackson
Fran Walsh
Musik: James Newton Howard
Kamera: Andrew Lesnie
Schnitt: Jamie Selkirk
Besetzung

King Kong ist die Neuverfilmung des gleichnamigen Filmklassikers aus dem Jahr 1933. Unter der Regie von Peter Jackson spielen Jack Black, Adrien Brody, Naomi Watts und Andy Serkis die Hauptrollen. Produziert wurde der Kinofilm von den Firmen Big Primat Pictures, WingNut Films und Universal Pictures.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Regisseur Carl Denham ist mit seinen Filmen nicht allzu erfolgreich. Seine Geldgeber wollen ihm den Geldhahn zudrehen und sein Filmmaterial verkaufen. Das will Denham nicht zulassen und so flüchtet er mit seinem Assistenten und den Filmrollen vor den Produzenten. Seinen neuen Film will Denham trotzdem drehen, allerdings fehlt ihm noch eine Hauptdarstellerin. Er entdeckt bei seiner Suche die Schauspielerin Ann Darrow, welche gerade ihr Engagement an einem Vaudeville-Theater verloren hat. Da Denham mit dem bekannten Theaterautoren Jack Driscoll zusammenarbeitet, für den Ann fanatisch schwärmt, hat er keine Probleme, sie für die Aufgabe zu begeistern.

Driscoll hingegen hat bisher nur 15 Seiten „Drehbuch“ verfasst und will auch gar nichts weiter mit dem Film zu tun haben. Denham hingegen hat zwischenzeitlich sogar die Polizei am Hals und er drängt den Kapitän des Schiffes, schnell abzulegen, was dieser auch tut. Er hält Driscoll hin und so sitzt dieser auf einmal auch mit auf dem Schiff namens Venture. Denham ist im Besitz einer geheimnisvollen Karte und so lässt er sich zu einer unbekannten Insel namens Skull Island bringen, um dort sein neuestes Werk zu drehen. Auf der Fahrt verlieben sich Darrow und Driscoll ineinander. Als der Kapitän einen Funkspruch erhält, dass er sofort den nächstgelegenen Hafen ansteuern soll, um den per Haftbefehl gesuchten Denham auszuliefern, scheint die Reise zu Ende zu sein. Allerdings gerät das Schiff in eine Nebelbank, und plötzlich tauchen vor ihnen im Nebel Felsen auf. Das Schiff zerschellt fast an den Klippen, läuft aber letztendlich nur auf Grund. Bei der Landung entdeckt die Crew, dass die Insel bewohnt ist. Die Inselbewohner wollen die Crew töten, allerdings erregt vor allem die blonde Ann Darrow ihre besondere Aufmerksamkeit. Sie können noch rechtzeitig durch die Hilfe der Schiffsbesatzung entkommen, allerdings wird in der folgenden Nacht Ann Darrow von den Eingeborenen vom Schiff entführt, um sie Kong zu opfern.

Sie wird an ein langes Gestell gefesselt, das dann an der Außenseite der Mauer über einen Graben herabgelassen wird, um sie Kong darzubieten. Der erscheint als ein gigantischer Gorilla, dessen Anblick Ann vor Entsetzen und Angst aufschreien lässt. Kong löst Ann von dem Gestell, und begibt sich mit ihr auf den Rückweg. Der erste Halt ist eine Abfallhalde, in der menschliche Knochen liegen, einschließlich der gleichen Opferketten, mit der die Wilden auch Ann geschmückt haben. Offenbar hat Kong für sie dasselbe Schicksal vorgesehen. Sie versucht zu flüchten, Kong stellt sie aber und durch die im Vaudeville erlernten Kunststücke gelingt es ihr, Kongs Interesse für sie zu wecken, und er sorgt sich in der Folge aufopfernd um ihr Wohlergehen. Unter anderem verteidigt er sie gegen diverse Dinosaurier, die auf Skull Island noch nicht ausgestorben sind.

Auf ihrer Suche nach Ann macht die Crew einige unliebsame Bekanntschaften mit seltsamen Tieren. So geraten sie in eine Herde Dinosaurier und landen in einer Höhle, die von Würmern, Insekten und skorpionähnlichen Tieren bevölkert wird. Das Team wird immer mehr dezimiert, so dass man sich letztendlich zum Aufgeben entschließt. Jack Driscoll will sich damit nicht abfinden und macht sich alleine auf die Suche. Carl Denham hofft, dass Driscoll Ann finden wird und somit gleichzeitig Kong anlocken wird. Er plant nämlich, Kong zu betäuben und ihn nach New York zu schaffen, um ihn dort auszustellen.

Driscoll findet Ann, und gemeinsam gelingt ihnen die Flucht. Kong tut das, was Denham erwartet hat, er folgt den beiden Flüchtenden. Es gelingt der Besatzung, Kong zu überwältigen, zu betäuben und ihn nach New York zu verfrachten. Als „King Kong“ wird er in einem Broadway-Theater dem zahlenden Publikum präsentiert.

Bei der Premiere hat man ihn in schwere Ketten gelegt und auf die Bühne gesetzt. Um ihn herum imitiert ein Ballett den Opfertanz der Eingeborenen. Eine blonde Schauspielerin wird ihm als Ann präsentiert, was Kong sehr wütend macht, als er die Täuschung erkennt. Als er dann noch durch die Blitzlichter der Fotografen irritiert wird, sprengt er seine Fesseln und zieht dann auf der Suche nach Ann durch New York. Auf seinem Weg löst er eine Massenpanik aus und hinterlässt eine Schneise der Zerstörung.

Kurz nachdem er Jack Driscoll gestoppt hat, der Kong weglocken wollte, taucht Ann Darrow auf, die durch die Einsatzwagen und Sirenen alarmiert bereits nach Kong sucht. Gemeinsam mit ihr flüchtet er vor der Armee durch das winterliche New York und klettert auf das Empire State Building.

Auf der Spitze des Gebäudes sitzen sie in der Morgendämmerung, als plötzlich mehrere Doppeldecker der Air Force auftauchen, derer Kong sich zu erwehren versucht. Er holt dabei mehrere Flugzeuge von Himmel, allerdings muss er durch den massiven Beschuss mit Maschinengewehren auch viele Verletzungen erleiden.

Schließlich wird er tödlich verwundet und stürzt vor Anns Augen in die Tiefe.

Hintergrund

Finanzen und Marketing

  • Peter Jackson und Fran Walsh erhielten eine Rekordgage von mindestens 20 Millionen US-Dollar (plus Beteiligung am Einspielergebnis).
  • Das Budget des Films betrug über 207 Millionen US-Dollar und wurde um 32 Millionen überzogen. Das musste zum großen Teil von Peter Jackson selbst bezahlt werden, der allerdings an den eingespielten Einnahmen und dem Merchandising beteiligt ist.
  • Die Marketing-Kampagne begann am 28. Juni 2005. Der erste Teaser-Trailer wurde auf der offiziellen Firmenhomepage des Autokonzerns Volkswagen veröffentlicht. In den Kinos kam dieser Trailer vor dem Kinofilm Krieg der Welten erstmals zum Einsatz.
  • Die Weltpremiere fand am 5. Dezember 2005 in New York statt, die Europapremiere am 7. Dezember 2005 in Berlin.
  • Der Film kam am 14. Dezember 2005 in die Kinos. Der Filmstart verlief mit etwa 170.000 Zuschauern in Deutschland an den ersten beiden Tagen nicht gerade erfolgreich. Dennoch schaffte es der Film nach der ersten Woche bis an die Spitze der deutschen und US-amerikanischen Kinocharts. Insgesamt lockte King Kong in Deutschland über 2,5 Millionen Zuschauer in die Kinos.
  • Am 1. April lancierte Peter Jackson die Meldung, gleichzeitig die Fortsetzungen „King Kong: Son Of Kong“ und „King Kong: Into the Wolf’s Lair“ zu produzieren. Diese Meldung war aber nur ein kleiner Gag, den sich „PJ“ einfallen ließ, um seine Fans zu schockieren.
  • Bereits zum Kinostart wurde eine Doppel-DVD King Kong – Produktionstagebücher veröffentlicht. Sie enthält ein ausführliches Making-of (unter anderem die Videotagebücher, die im Vorfeld auf der Webseite „kongisking.com“ veröffentlicht wurden).
  • Bis Januar 2006 spielte der Film weltweit etwa 350 Millionen US-Dollar ein.
  • Ab November 2006 ist die Collector's Edition des Films im Handel erhältlich. Dabei kann man auf drei DVDs unter anderem 13 zusätzliche Filmminuten bestaunen.

Dreharbeiten

  • Nach The Frighteners wollte Peter Jackson direkt King Kong drehen. Da mit Godzilla und diversen Gorillaverfilmungen bereits ähnliche Ideen in Produktion waren, wurde Der Herr der Ringe vorgezogen.
  • Wie schon in der Herr-der-Ringe-Trilogie für Gollum, basiert die Computeranimation für King Kong auf den Bewegungen und der Mimik des Schauspielers Andy Serkis.
  • Das ursprüngliche Drehbuch von 1995 stufen Jackson, Walsh und Boyens als zu „indiana-jonesey“ (etwa Indiana-Jones-lastig) ein. Der Fokus des Films nun liegt darauf, jede Situation emotional auszuschöpfen, sowie jedes Detail glaubwürdig darzustellen. Der gigantische Silberrückengorilla King Kong selbst sollte weder vermenschlicht, noch zum puren Filmmonster degradiert werden. In monatelanger Recherche hat sich der Darsteller Andy Serkis darauf vorbereitet, den digital animierten Affen durch Motion Capturing mit den typischen Verhaltensweisen eines Gorillas zu versehen - einschließlich der minimalen Mimik.
  • Die Dschungel- und Inselszenen für Skull Island sollten in Thailand gedreht werden, doch die Zerstörungen durch den Tsunami des Seebebens im Indischen Ozean im Dezember 2004 verhinderten dies.
  • Der Film von Peter Jackson spielt im Jahr 1933 - im gleichen Jahr wie das Original.
  • Die Szene, in der die Crew nach einer Auseinandersetzung mit King Kong in eine Schlucht mit Insekten fällt und dort teilweise verspeist wird, gab es auch im Original King Kong. Allerdings wurde sie dort nach einer Testvorführung herausgeschnitten, weil sie die Zuschauer zu sehr von der Haupthandlung ablenkte.
  • Der ursprünglich vorgesehene Komponist Howard Shore hatte bereits einen Großteil der vorgesehenen Musik komponiert, als er durch James Newton Howard ersetzt wurde. Man gab diese Entscheidung mit „unterschiedlichen kreativen Auffassungen“ an. Newton Howard hatte weniger als zwei Monate Zeit, um die Musik für den Film zu komponieren.
  • Im Film taucht Komponist Howard Shore in der Szene im Theater als Dirigent des Orchesters auf.
  • In einer Szene im Film geht Denham gemeinsam mit seinem Assistenten Preston die Liste der möglichen Schauspielerinnen durch. Dabei erwähnt er auch Fay Wray, worauf sein Assistent entgegnet, dass er sie nicht bekommen könne, weil sie gerade einen Film für RKO drehe. Denham sagt darauf: „Cooper? War ja klar!“. Fay Wray spielte im Original-Film von 1933 Ann Darrow, das Produktionsstudio war RKO, und gedreht wurde der Film von Merian C. Cooper.
  • Fay Wray war zunächst für den Schlusssatz („Es waren nicht die Flugzeuge. Schönheit hat das Biest getötet“) in Peter Jacksons Remake vorgesehen, allerdings verstarb sie im August 2004.
  • Am Anfang des Filmes trägt Naomi Watts einen Hut. Ein ähnlicher Hut wurde von Fay Wray auch im Original getragen.
  • Adrien Brody war seit den frühen Planungen der einzige Anwärter für die Figur des Jack Driscoll. Als fähiger Fahrer übernahm er viele Auto-Stunts selbst.
  • Brody und Thomas Kretschmann standen bereits 2002 in Der Pianist gemeinsam vor der Kamera.
  • Kameramann Andrew Lesnie hatte während der Produktion den Gedanken, den Film in schwarz-weiß zu drehen.
  • Denhams Assistent wird von Colin Hanks, dem Sohn von Tom Hanks verkörpert.
  • Der Film hat eine Laufzeit von mehr als drei Stunden, da Peter Jackson viel Wert auf den Aufbau der Charaktere und ihrer Beziehungen gelegt hat. Im Vergleich zu Jacksons früheren Filmen enthält King Kong wenig Humor und viele Szenen wirken gedehnt, was zweifellos mit Jacksons „emotionalem Realismus“ zusammenhängt, dem Film aber auch den Vorwurf der Langatmigkeit einbrachte.

Deutsche Synchronsprecher

Auszeichnungen

Golden Globe 2006

  • nominiert in den Kategorien
    • Beste Regie: Peter Jackson
    • Beste Filmmusik: James Newton Howard

Toronto Film Critics Association Award

  • 2005 Special Citation

Oscar 2006

Kritiken

Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden vergab für den Film das Prädikat „Besonders wertvoll“. In seiner Begründung schreibt die Filmbewertungsstelle: „Die beste Werbung für das Kino: Auch nach 110 Jahren Filmgeschichte gibt es immer noch Filme, die das Nie-Dagewesene bieten. Film als großes Spektakel, mit überraschend vielen sensiblen Momenten.“

Das Filmmagazin "Manifest" kommt zu folgenden Urteil: „Eine Riesensause ist das, ein Kino der lautstarken, aber leider alles andere als sinnlichen Attraktionen. Wer hier noch etwas fühlen kann, hat auch schon Tränen in den Augen, wenn er seine Playstation anschaltet.“ [1]

Literatur

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort King_Kong_%282005%29, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


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