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Kiel-Schilksee
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Schilksee (da: Skilksø) im Norden Kiels an der Förde auf der Halbinsel Dänischer Wohld gelegen feierte im Jahr 1999 das 725jährige Bestehen.
Geschichte
Die erste Nennung Schilksees geht auf den hier damals lebenden Adligen Thimmo de Skildekesse zurück. 1274 erschien dies im Kieler Stadtbuch, das - auf Pergament geschrieben - noch heute im Stadtarchiv vorhanden ist. Seit 1575 gehörte das Bauerndorf Schilksee zum Gutsbezirk Seekamp. 1791 erfolgte die Aufhebung der Leibeigenschaft, Seekamp wurde zu einem Parzellenhof zurückgestuft, Stift zum Hauptsitz des lange bestehenden Gutsbezirkes Stift-Seekamp.
1876, wenige Jahre nach der Annexion des bis dahin nicht zum Deutschen Bund gehörigen Herzogtums Schleswig, wurde Schilksee preußische Landgemeinde. Bis zur 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es in Schilksee nur Landwirtschaft auf 6 Halbhufen und 4 Parzellenhöfen. Seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts leben und arbeiten ständig Künstler auf dem ehemaligen Gut Seekamp, zunächst Hans Olde, der Ältere (Mitbegründer der klassischen Moderne und Freilichtmalerei in Deutschland) sowie sein gleichnamiger Sohn.
1927 fand hier unter Beteiligung von verschiedenen Künstlern die Kinderrepublik Seekamp statt. Seit den 1890er Jahren entwickelte sich in Schilksee ein reger Fremdenverkehr mit Strandleben, gefolgt vom Segelsport, der sich aber erst richtig nach 1950 hier etablierte und seit 1972 dominierend im Stadtteil ist. Damals fanden hier anlässlich der Olympischen Spiele die Segelregatten statt, für die ein neuer Sportboothafen, das Olympiazentrum, gebaut wurde.
Ein Intermezzo stellte die Arbeit der überwiegend aus Sønderjylland zugewanderten Fischer dar, die den 1920 frei gewordenen Marinehafen in Beschlag nahmen und 1939 von der Marine wieder vertrieben wurden. Heute ist Schilksee ein moderner Stadtteil, der sich aber auch viel Altes bewahrt hat.
Nach dem Krieg lebte und wirkte Till de Kock in Schilksee, einer der für die Welt des Puppentheaters bedeutsamsten Holzbildhauer Deutschlands.
Bemerkenswert neben Strand und Segelhafen ist vor allem der Skulpturenpark Seekamp, Werk des hier lebenden Bildhauers Hans Kock.
Literatur
- Pieper-Wöhlk,H./Wöhlk, D.: 725 Jahre Schilksee, Kiel 1999
- diess. : Archivbilder Schilksee, Erfurt 2002
- TSV Schilksee (Hrsg.) : 50 Jahre TSV Schilksee, Kiel 1997
Weblinks
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Koordinaten: 54° 25' 19" N, 10° 10' 21" O
