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Kaschu

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Kaschu = Cashew
Bild:Koeh-010.jpg
Cashewbaum (A. occidentale), Illustration aus Koehler 1887
Systematik
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Sumachgewächse (Anacardiaceae)
Unterfamilie: Anacardioideae
Gattung: Kaschus (Anacardium)
Art: Kaschu
Wissenschaftlicher Name
Anacardium occidentale
L.

Der Kaschu (Anacardium occidentale), auch Acajoubaum genannt, ist ein zur Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae) gehöriger Baum. Er wächst in tropischem Klima und trägt Kaschuäpfel und Kaschukerne. Wesentlich öfter verwendet man die englische Schreibweise Cashew. Portugiesen entdeckten diesen Baum als erste Europäer im Nordosten Brasiliens. Kaschu leitet sich über den portugiesischen Namen Caju oder auch Cajueiro aus dem indianischen Tupi Acaju „Nierenbaum“ (wahrscheinlich wegen der Form der Kerne) ab.

Inhaltsverzeichnis

Nutzung des Kaschubaumes

Kaschuapfel

Kaschubäume besitzen einen fleischig verdickten Fruchtstiel (Arillus), der ca. 5 bis 10 cm lang ist und birnen- oder paprikaförmig aussieht. Diese Scheinfrucht, die Kaschuapfel genannt wird, ist bei Reife gelborange bis rot gefärbt und wird zu Fruchtsaft und Marmelade (Konfitüre) verarbeitet. Kaschuäpfel sind nicht sehr geschmacksintensiv, süßsäuerlich, ein wenig apfelartig und enthalten viel Vitamin C. In Brasilien wird aus den Kaschuäpfeln ein Getränk namens Cajuína hergestellt, dem eine medizinische und rituelle Wirkung zugesprochen wird. Die Frucht ist leicht verderblich, bereits einen Tag nach der Ernte beginnt sie zu verfallen und kann deswegen nicht gehandelt werden. Die Weiterverabeitung erfolgt unmittelbar nach der Ernte.

Cashew-Schalenöl

Cashew-Schalenöl wird aus dem mittleren Teil der Fruchtwand der Cashewfrucht gewonnen. Es wird industriell und medizinisch genutzt. Es soll Holz und Papier vor Termitenfraß schützen und bei Warzen und Hühneraugen wirken. Aus dem Cashew-Schalenöl werden auch ein hitzeresistentes Gummi sowie technische Harze hergestellt.

Cashew-„Nuss“

Am Fruchtstiel sitzt die eigentliche Frucht, die „Elefantenlaus“ genannt wird und die Kerne beinhaltet, die meist unter dem englischen Namen als „Cashew-Nuss“(port. "Caju") weltweit gehandelt werden (auch wenn es sich im engeren biologischen Sinne nicht um eine Nuss handelt). Die Nussschale enthält ein toxisches Öl, welches erst durch den Röstungs- oder Erhitzungsprozess deaktiviert wird. Der Kontakt des Öls mit der Schleimhaut verursacht schwere Verätzungen, auf der Haut selbst wirkt es stark irritierend. Daher wird in den meisten Fällen die Schale samt der darin enthaltenen Nuss im Öl geröstet oder über Wasserdampfbehandlung bearbeitet, um sie einerseits leichter zu öffnen, andererseits Spuren des Schalenöls zu deaktivieren. Die Nuss wird roh, geröstet und gesalzen, karamellisiert oder gewürzt im Handel angeboten. Ihr Geschmack ist "süßlich-nussig" und weniger intensiv als der von Erd- oder Walnuss.

Im Handel erhältliche "rohe" Nüsse sind nicht in jedem Fall wirklich "roh", eine Dampfbehandlung wird zumeist nicht angegeben. Einige Menschen sind allergisch gegen Cashew-Kerne, allerdings ist diese Allergie wesentlich seltener als bei mehreren anderen Nussarten.

Literatur

  • Nadja Biedinger: Die Welt der Tropenpflanzen. DUMONT monte Verlag, Köln 2000, ISBN 3770152948

Weblinks

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