Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Karlstadt

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Disambig-dark.svg Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Karlstadt (Begriffsklärung).


Wappen Deutschlandkarte
Bild:Wappen von Karlstadt.png
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Koordinaten: Koordinaten: 49° 58′ N, 9° 46′ O49° 58′ N, 9° 46′ O
Höhe: 163 m ü. NN
Fläche: 98,11 km²
Einwohner: 15.170 (29. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 155 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97753
Vorwahlen: 09353 09359 (Rohrbach)
Kfz-Kennzeichen: MSP (KAR bis 1. Juli 1972)
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 148
Stadtgliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Zum Helfenstein 2
97753 Karlstadt
Webpräsenz:
Bürgermeister: Karl-Heinz Keller
Bild:Karlstadt von der Karlsburg.JPG
Deutlich zu erkennen die Altstadt und die Neubausiedlungen am Saupurzel im Hintergrund


Karlstadt ist die Kreisstadt des unterfränkischen Landkreises Main-Spessart und liegt rund 25 Kilometer nördlich von Würzburg im mainfränkischen Weinbaugebiet.

Die Einheimischen sprechen statt von Karlstadt oft von Karscht oder Karscht am Mee (Karlstadt am Main). Die Bewohner werden Flaak bzw. Karschter Flaak genannt.

Inhaltsverzeichnis

Ortsteile

Seit den Eingemeindungen 1978 gehören die Ortsteile

der Stadt an.

Geschichte der Stadt

Vom ausgehenden 6. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts bestand auf der gegenüberliegenden Mainseite die ungewöhnlich große Talsiedlung Karlburg mit Kloster und Hafen.

Sie stand im Zusammenhang mit der Höhenburg Karlsburg, die erst im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde. 1202 erfolgte die Gründung von Karlstadt durch Bischof Konrad von Querfurt. Das genaue Gründungsdatum ist nicht bekannt. Aufgrund der nur vierjährigen Amtszeit des Gründers lässt sich die Entstehungszeit jedoch relativ eng eingrenzen.

Die Stadt wurde zur Verteidigung des Würzburger Territoriums gegen die Grafen von Rieneck planmäßig nach einem nahezu rechteckigen Grundriss angelegt. Sie ist heute noch gut erhalten. Die Straßen im Altort sind nahezu schachbrettartig angelegt, verlaufen aber aus militärischen Gründen nicht vollständig gerade.


1225 wurde Karlstadt erstmals urkundlich erwähnt. 1236 erfolgte die Zerstörung von Burg und Dorf Karlburg in der Rienecker Fehde. Im Jahr 1244 kommt es zur ersten Erwähnung des Karlstadter Weinbaus. 1277 gibt es den frühesten Nachweis des Stadtsiegels. Im Jahr 1304 wurde die Stadtbefestigung fertiggestellt. Die erste Nennung der Pfarrei Karlstadt erfolgte 1339. 1369 kommt es zur Gründung eines Spitals. 1370 - 1515 erfolgt die durchgreifende Umgestaltung der ersten, romanischen Pfarrkirche zu einem gotischen Hallenbau. Um 1400 wird Karlstadt für kurze Zeit bischöfliche Münzstätte. Das Oberamt des Hochstiftes Würzburg wurde, nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns, 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat von Karlstadt hat (ohne Bürgermeister) 24 Mitglieder.

CSU SPD Grüne FWG Gesamt
2002 10 7 2 5 24 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002)

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

  • Karlstadt liegt am Knotenpunkt zweier Bundesstraßen, der B 26 und der B 27.
  • Außerdem ist Karlstadt auf dem Schienen- und dem Wasserweg erreichbar. Der kleine Sportflugplatz verfügt über eine Graspiste.

Handwerk und Gewerbe

Die Eisenwerke Düker, das Zementwerk Schwenk und das Furnierwerk Kohl bestimmen den Süden der Kreisstadt. Neben diesen drei großen Industriebetrieben sind auch zahlreiche Handwerksbetriebe in Karlstadt angesiedelt. Weiterer großer Arbeitgeber ist das Landratsamt Main-Spessart. Zudem pendeln zahlreiche Einwohner in das 25 Kilometer entfernte Würzburg.

Wirtschaft

Ansässige Unternehmen sind:

  • Bauunternehmung Ehrenfels
  • SKE Group GmbH
  • Eisenwerke Düker
  • Schwenk E. Zementwerk KG
  • Furnierwerk Fritz Kohl GmbH
  • SACO Software and Consulting GmbH
  • Lummel GmbH
  • KMB Maschinenbau GmbH
  • Bauunternehmung Edmund Liebstückel
  • Hansa-Flex Hydraulik GmbH

Weinbau

Nur noch geringe wirtschaftliche aber hohe kulturelle Bedeutung hat der Weinbau. Auch wenn in Karlstadt nur noch sehr wenig Menschen vom Weinbau leben, ist er für die Selbstwahrnehmung und die lokale Lebensart weiterhin wichtig. Karlstadter Lagen sind der Roßtal (Großlage) und Im Stein Einzellage. Daneben gibt es weitere Lagen in zahlreichen Ortsteilen, vor allem in Stetten (Stettener Stein).

Bildung

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 549 Kindergartenplätze mit 548 Kindern
  • Volksschulen: 5 mit 63 Lehrern und 1147 Schülern
  • Gymnasien: 1 mit 60 Lehrern und 923 Schülern
  • Realschule mit knapp 600 Schülern (Stand 2004)

Persönlichkeiten

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Karlstadt, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Karlstadt, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge