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Kangxi

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt den chinesischen Kaiser. Für das nach ihm benannte Wörterbuch siehe Kangxi-Wörterbuch.
Bild:Potrait of the Kangxi Emperor in Informal Dress Holding a Brush.jpg
Portrait des Kaisers Kangxi in jüngeren Jahren, bei der Kalligraphie

Kangxi (chin. 康熙, Kāngxī, W.-G. K'Ang-Hsi

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, * 4. Mai 1654 in Peking; † 20. Dezember 1722 im Alten Sommerpalast) war der zweite chinesische Kaiser der Qing-Dynastie und regierte seit dem 7. Februar 1661 über China. Sein Geburtsname war Aisin Gioro Xuanye 玄燁, sein Tempelname Shengzu 聖祖 (Geheiligter Ahne), sein Ehrenname lautete Rendi 仁帝. Kangxi war Sohn des Kaisers Shunzhi 順治 und der han-chinesischen Konkubine Xiao Kang.

Die ungewöhnlich lange, einundsechzig Jahre andauernde Herrschaft des Kangxi-Kaisers ist als eines der glorreichen Zeitalter in die chinesische Geschichtsschreibung eingegangen, wobei bis heute immer wieder die enormen Leistungen des Herrschers gerühmt werden. Er verstand die Notwendigkeit den Mandschu-Staat und die chinesische Gesellschaft miteinander zu versöhnen, wobei er sich unnachgiebig um die intellektuelle Elite Chinas bemühte. Kangxi war zunächst mit inneren Problemen konfrontiert, die seine Herrschaft bedrohten, welche er jedoch erfolgreich überwinden konnte, um sich danach äußeren Bedrohungen zuzuwenden. In deren Folge konnte Kangxi Chinas Grenzen bis weit in den Norden vorschieben und so dessen Vormachtposition in Asien wieder sichern. Dennoch kam es zum Ende seiner Regierung zu Fraktionskämpfen am Hof und zu Thronfolgestreitigkeiten.

Unter seiner Regierung schränkte man zunächst die Machtbefugnisse der drei großen Fürsten/Marschälle Wu Sangui, Schang Ko-hi und Dsing-dschung ein, welche fast ganz Südchina kontrollierten. Die Antwort war 1673-81 ein Aufstand der drei unter Wu Sangui († 1678), welcher die Qing-Dynastie beinahe den Thron gekostet hätte.

Analog dazu flammte das Piratentum wieder auf. Ein ehemaliger General der Ming namens Zheng Chenggong (Guoxingye, Koxinga 1624-1662) besetzte Taiwan, wo er heute eine Art Nationalheld ist. Erst 1683 konnte der Unabhängigkeit Taiwans ein Ende gesetzt werden.

Unter Kangxi verzeichnen wir auch das vermehrte Auftreten der Europäer. Die Kosaken hatten am Amur Niederlassungen gegründet und bei den lokalen Stammesgruppen Pelztier-Tribute eingezogen. Die Stadt Albazin wurde von den Chinesen zerstört und Russland musste im Vertrag von Nertschinsk 1689 (unter Vermittlung der Jesuiten) die Amur-Grenze akzeptieren.

In den Jahren 1690-1696 kam es zum Krieg mit den Oiraten, welche die Mongolei kontrollieren wollten. Als der Khan der Kalkha-Mongolen 1690 geschlagen wurde, ersuchten die Fürsten Kangxi um Hilfe. (Sie standen vor der Wahl, ob Russland oder China - und man entschied sich für China, denn man hatte mit den Mandschu den Lamaismus gemeinsam, und konnte somit von der Seite mehr Verständnis erwarten.) Kangxi unterstützte die Mongolen und führte das Heer zweimal persönlich gegen den Oiratenfürsten Galdan.

Obwohl der Krieg durch den schnellen Überfall an der Tuul bei Zuunmod entschieden wurde ist bemerkenswert, dass Kangxi dank der Jesuiten die Regeln europäischer Kriegsführung beachtete. Seine Armee benutzte 1690 und 1696 Kanonen und Musketen, denen die Oiraten nicht gewachsen waren. Kaiser Kangxi nahm bei den Jesuiten nicht nur Unterricht in Kriegsführung, sondern auch Astronomie, Mathematik und Anatomie. Kurz nach seinem Tod wies man die europäischen Missionare nach Macao aus, da man sie als verbotene politische Geheimbünde betrachtete. Das Christentum wurde verboten.

Bekannt ist Kaiser Kangxi nicht nur als Gelehrter, sondern auch als Förderer der Kunst und Wissenschaften. So beschäftigte er an seinem Hofe den Schweizer Jesuit und Uhrmacher Franz Ludwig Stadlin (1658-1740) und besuchte ihn, während dieser Lehrlinge unterrichtete. Er ließ sich in Peking und Jehol prächtige Residenzen bauen und umfangreiche wissenschaftliche Werke ausarbeiten (u.a. eine Riesen-Enzyklopädie, das Kangxi-Wörterbuch). Er unternahm 1684, 1689, 1699, 1703, 1705 und 1707 auch kostpielige und ausgedehnte Inspektionsreisen in den Süden, um die dortige Oberschicht und Intelligenz an sich zu binden.

Siehe auch: Südreise des Kaisers Kangxi.

Weblinks

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