Kalkwasser

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Kalkwasser ist der Trivialname für eine Calciumhydroxid-Lösung in Wasser. Kalkwasser ist eine alkalische, schwach ätzende Lösung.

Herstellung

Schlämmt man schwer lösliches Calciumhydroxid in Wasser auf und filtriert die Suspension, so erhält man Kalkwasser als klare Lösung.

Auch durch Einrühren von Calciumoxid in Wasser erhält man eine Calciumhydroxid-Suspension, aus der man durch Filtration Kalkwasser gewinnt:

\mathrm{CaO (s) + H_2O (l) \rightarrow Ca(OH)_2 (aq)}

Verwendung

Gefiltertes Kalkwasser verwendet man in der Chemie zum einfachen Nachweis von Kohlenstoffdioxid: Beim Durchleiten von Kohlenstoffdioxid-haltiger Luft bildet sich ein Niederschlag von Calciumcarbonat. Bei längerem Durchleiten von Kohlenstoffdioxid löst sich der Calciumcarbonat-Niederschlag unter Bildung von Calciumhydrogencarbonat wieder auf.

Nach folgender Reaktionsgleichung entsteht im ersten Schritt des Prozesses zunächst Kohlensäure (H2CO3). Da diese in Wasser sofort zu anderen Produkten zerfällt, reagiert sie sofort mit dem enthaltenen Calciumhydroxid zu Calciumcarbonat, welches als Feststoff ausfällt und die Trübung der Suspension hervorruft:

\mathrm{CO_2 + H_2O \rightarrow H_2CO_3}
\mathrm{H_2CO_3 + Ca(OH)_2 \rightarrow CaCO_3 + 2 \; H_2O}

Lässt man Kalkwasser längere Zeit in einem unverschlossenen Gefäß stehen, so wird die Lösung unbrauchbar, da sie Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre absorbiert, so dass sich unter Verbrauch von gelöstem Calciumhydroxid ein unlöslicher Niederschlag von Calciumcarbonat bildet.

\mathrm{Ca(OH)_2 (aq) + CO_2 (g) \rightarrow CaCO_3 (s) + H_2O (l)}

Genau diese chemische Reaktion soll aber bei der Kalkwasser-Probe unter Bildung eines weißen Niederschlags mit dem Probegas ablaufen.

Analog zu Kalkwasser reagiert Barytwasser mit Kohlenstoffdioxid.

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