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Kahl am Main
Aus Kefk.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| Bild:Wappen Kahl.png |
| |
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Aschaffenburg | |
| Koordinaten: | Koordinaten: 50° 5′ N, 9° 0′ O50° 5′ N, 9° 0′ O | |
| Höhe: | 110 m ü. NN | |
| Fläche: | 10,63 km² | |
| Einwohner: | 7163 (29. Juni 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 674 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 63796 | |
| Vorwahl: | 06188 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AB | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 71 134 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Aschaffenburger Straße 1 63796 Kahl am Main | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jürgen Seitz (SPD) | |
Kahl am Main (amtlich: Kahl a.Main) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Geografische Lage
Kahl am Main liegt 107 Metern über dem Meeresspiegel und besitzt an der Kahlmündung die tiefstgelegene Stelle in Bayern, liegt an der Landesgrenze zu Hessen und verkehrsgünstig zwischen Aschaffenburg und Hanau (Main-Kinzig-Kreis).
Einwohnerentwicklung
Kahls Bevölkerungswachstum liegt zwischen -0,1% bis 0,1%.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat von Kahl am Main hat 21 Mitglieder einschließlich des hauptamtlichen Bürgermeisters.
| CSU | SPD | Wählergemeinschaft | Gesamt | |
| 2002 | 9 | 9 | 3 | 21 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2002)
Städtepartnerschaften
| Bild:Flag of France.svg | Villefontaine, Frankreich seit 1981 |
| Bild:Flag of Hungary.svg | Budakalász, Ungarn seit 1998 |
| Bild:Flag of Germany.svg | St. Ingbert-Rohrbach, Deutschland (1968 bis 1970) |
Städtefreundschaft:
| Bild:Flag of Austria.svg | Leutasch, Österreich seit 1957 |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
- Barockschloss Emmerichshofen an der Staatsstraße 2305 Richtung Schöllkrippen, erbaut 1768 von Freiherr von Bentzel-Sternau.
- Katholische Pfarrkirche Sankt Margareta im neobarocken Stil aus rotem Bruchsandstein. Erste Erwähnung einer Kirche an dieser Stelle im Jahr 1330.
- Rathaus im Ortszentrum an der B 8: Ehemaliges Zollhaus, erbaut 1830 im klassizistischen Stil, nach 1834 Streichholz- und Zigarrenfabrik, danach Wirtshaus, Wetterstation und Schule, seit 1939 Sitz der Gemeindeverwaltung.
- Wasserturm, errichtet 1931, Ortszentrum an der B 8.
- Backes im alten Ortskern: Öffentlicher Backofen, in dem bis 1937 fast 300 Jahre lang Brot gebacken wurde.
- Fachwerkhaus (ehemaliger Gutshof), bereits vor dem Dreißigjährigen Krieg nachgewiesen; später Wohn- und Gasthaus. Durch unsachgemäße Kanalsanierung beschädigt.
- Sandhasendenkmal an der B 8: Kahler Wahrzeichen des ehemaligen Sandabbaus in der Region, 1952 errichtet von Hermann Kröckel. Der Sandhase gehört zum Kahler Wappen.
- Mühlen an der Kahl: Einst waren 11 Mühlen auf den letzten 3 km des Kahlgrunds bis zur Main-Mündung in Betrieb; die erste wurde 1358 genannt. Gemahlen wurde Getreide, Senf und Öl. Sandmühlen spielten ab ca. 1900 eine Rolle. In einer der Walkmühlen mit 15 Beschäftigten nahm Nikolaus Wahl 1904 die weltweit erste automatische Filz-Maschine in Betrieb. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts zeugen nur noch wenige, teilweise zu Wohnhäusern umfunktionierte Bauten vom komprimierten Mahlbetrieb an der Kahl: Obere Fallersmühle, Untere Fallersmühle (Walzenmühle), Schäfereimühle, Lohmühle, Nassmühle. Da die Müller das Wasser häufig zu hoch stauten, kam es immer wieder zu Überschwemmungen. Insbesondere um die Nassmühle gab es hier in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts Streit; am 2. Juni 1573 überfielen und zerstörten Kahler Bauern, deren Ernte durch die Überschwemmungen vernichtet worden war, diese Mühle. Ein Wanderweg mit Dokumentationstafeln (Sandhasen-Symbol) folgt der historischen Mühlenroute.
Parks
- Der Vogelpark Kahl wurde 1971 gegründet und war eine drei Hektar große gemeinnützige Volieren- und Freigeländeanlage für in- und ausländische Vögel.[1] Sie wurde vom Vogel- und Aquarienfreunde e. V. betreut und beherbergte neben einheimischen Eulen, Fasanen und Rebhühnern, auch exotische wie Papageien, Flamingos, Emus und Magellan-Pinguine. Als besonders gelungen betrachteten die Betreiber das Reich der Störche, in dem ein Teich den Mittelpunkt und die feuchte Wiese Lebensgrundlage und Nahrungsspender darstellte.
- Der Vogelpark wurde am 30. Juni 2006 aufgrund der Vogelgrippe-Verordnungen (Stallpflicht etc.) aufgelöst. Das Gelände und das Restaurant waren noch bis zum Jahresende 2006 zugänglich.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Kahl am Main liegt verkehrsgünstig zwischen Aschaffenburg und Hanau mit guter Verkehrsanbindung an der Bundesautobahn A 45 (Gießen - Aschaffenburg) sowie der Bundesautobahn A 3 (Frankfurt am Main - Würzburg - Nürnberg - München). Die Bundesstraße 8 (Aschaffenburg - Hanau) sowie die Bundesstraße 43 beziehungsweise die Bundesstraße 43A binden Kahl am Main ebenso in das Rhein-Main-Gebiet ein.
Die Bahnstrecke Frankfurt - München über Würzburg und Nürnberg führt durch die Regionalexpress-Station Kahl am Main. Hier zweigt auch die Bahnlinie Alzenau - Schöllkrippen ab. Kahl hat keinen Güterbahnhof . Der nächste Güterbahnhof ist in Hanau oder Aschaffenburg.
Der nächste Flughafen ist der Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt am Main.
Öffentliche Einrichtungen / Natur
Das Landschaftsbild ist geprägt von Wald und Wasser, welche etwa 75 Prozent der Gesamtgemarkungsfläche ausmachen. Die Baggerseen der Kahler Seenplatte mit den Freibädern Waldseebad (ehemaliger Tagebau Emma-Nord) und Campingsee (Freigericht-Ost) mit einem der größten Campingplätze Bayerns sowie den Angelteichen der ehemaligen Gruben Emma-Süd und der Vorspessartseen bieten Gelegenheiten zum Angeln, Boot fahren, Schwimmen und Surfen. Fünf Wanderwege sowie ein Vitaparcours führen durch die Kahler Natur mit ihrer typischen Vegetation und Sandflora. Zahlreiche wilde Heilkräuter, Bärenklau, Wilde Möhre und Malven wachsen an den Mainuferwiesen mit kleinem Campingplatz.
Das Naturdenkmal Hexeneiche an der B 8 wurde am 7. August 1970 durch einen Blitzeinschlag zerstört; die schon im Dreißigjährigen Krieg nachgewiesene Eiche musste am 8. Juni 1971 gefällt werden. Eine neu angepflanzte Eiche und ein Gedenkstein erinnern an die Hexenverfolgungen in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, denen an Ort und Stelle 69 Frauen und 21 Männer zum Opfer fielen.
An Feiertagen, besonders an zwei aufeinanderfolgenden, wird die Strecke Kahl am Main - Schöllkrippen oft für Historische Dampflokfahrten genutzt.
Kernkraftwerk
Entgegen vieler Vermutungen befindet sich das Versuchsatomkraftwerk Kahl nicht auf Kahler Gemarkung, sondern auf der Gemarkung der Nachbargemeinde Karlstein am Main. Die Gemeinde Kahl stand lediglich als Namensgeber für das Kraftwerk Pate.
Unternehmen
Auf dem Gemeindegebiet von Kahl haben ca. 350 Unternehmen, darunter mit Kopp (500 Mitarbeiter), Linde AG (550 Mitarbeiter) und Singulus Technologies (350 Mitarbeiter) drei Großbetriebe aus der Maschinenbau- und Elektronik-Branche, ihren Firmensitz. Die Gewerbesteuereinahmen aller Unternehmen liegt zwischen 3,3 Millionen € und 9,1 Millionen € im Jahr.
Fußnoten
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