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Kabul Khagan

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Kabul Khagan (auch als Kabul Khan bzw. als Qabul Qagan Qan bekannt) war ein mongolischer (nach manchen Quellen auch türkischer) Herrscher des 12. Jahrhunderts. Er war der Sohn des Stammesfürsten Tumghai Khan und der Sechen Khatun.

Seine Zeit ist mangels schriftlicher Zeugnisse nur durch kurze Aussagen rekonstruierbar, die in späteren Schriften wie z.B. der chinesischen Hofchronik Yüan Shi (1369) und der Geheimen Geschichte der Mongolen (theoretisch von 1229, praktisch aber nur als Paraphrase der Ming-Zeit erhalten) gemacht werden. Widersprüchliche Darstellungen sind vorhanden und insofern sind folgende Aussagen als nicht besonder zuverlässig, sondern mehr als Legende aufzufassen:

Einst an den Nordhängen des Altai umherziehend, begann er ab 1130 die Stämme der Mongolen blutig zu unterwerfen und ein mongolisches Großreich zu errichten.

Er heiratete 1135 die Mongolin Goa Kulkua Khatun und aus dieser Ehe gingen mehrere Söhne hervor. Auf dem Höhepunkt seiner Macht fiel er gegen 1147 in das Kaiserreich China ein. Die Jinherrscher begannen darauf hin, sich der Kerulen-Tataren - die von jeher die Feinde der Mongolen waren - als Waffenbrüder und Grenzschützer zu bedienen.

Nach einem erneuten erfolglosen Einfall in China wurde Kabul Khagan um 1150 von den vereinigten chinesisch-tatarischen Truppen vernichtend an der Kerulenquelle geschlagen. Kabul Khagan wurde schwer verwundet und verstarb wohl kurze Zeit später.

Seine Söhne Önkin, Khutula und Bardam Bahadur versuchten, das auseinanderfallende Mongolenreich noch gegen die Tataren zusammenzuhalten. Doch etwa 1161 entzweiten sich die Klans, und die Mongolen fielen in einen blutigen Bürgerkrieg - genau das hatten die Chinesen und Kerulen-Tataren bezweckt.

Kabul Khagans Enkel, Yesügai Bahadur, begann ab 1151 seinen eigenen Stammesstaat aufzubauen: Vom Burhan Chaldun ausgehend, unterwarf er in kurzer Zeit neun Stämme, doch erst dessen Sohn war es gegönnt, die Mongolen wieder zu vereinen - Temujin.

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