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Kabelleger
Aus Kefk.
Ein Kabelleger ist ein Schiff, welches Telegrafieleitungen (Kabel) durch die offene See verlegen kann.
Einer der bekanntesten Kabelleger war die Great Eastern, ein sehr glückloses Schiff. Als Passagierdampfer sehr erfolglos, als Kabelleger nur provisorisch zu gebrauchen. Sie wurde 1874 von der "Faraday" abgelöst, dem ersten speziell für diesen Zweck gebauten Schiff.
Einer der größten gebauten Kabelleger ist die 1965 getaufte und der Transocean Cable Ship Company gehörende "Long Lines". Sie wurde von Gibbs & Cox in New York konstruiert und bei der Schlieker-Werft in Hamburg gebaut. Sie hat zwei durchgehende Decks und zwölf wasserdichte Schotten. Am Bug sind die Kabelablaufrollen und die Bojenracks, etwas weiter hinten die beiden Bojenkrane und der Kabelmotor. Wegen der notwendigen Manövrierbarkeit ist das Schiff turboelektrisch angetrieben. Jede der Dampfturbinen treibt über ein Getriebe einen Fahrgenerator, einen Generator für die allgemeine Stromversorgung und einen für den Kabelmotor. Die elektrischen Fahrmotoren leisten bei 131 U/min je 3850 PS. In zwei Dampfkesseln wird der Dampf von 42 bar erzeugt. Das Schiff hat ein Bugstrahlruder von 750 PS. Die "Long Lines" kann etwa 3700 km Seekabel fassen, die sie normalerweise über Heck mit 8 kn Fahrt auslegt.
