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Königsberger Aufstand

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Die Stellung des Kurfürsten zwischen den Mächten Schweden und Polen-Litauen war kurz nach dem Ende des 30-jährigen Krieges 1648 schwach. Mit dem Königsberger Vertrag vom 17. Januar 1656, während des Zweiten Nordischen Krieges, bewahrte er Königsberg zwar vor der schwedischen Belagerung, aber die polnische Lehnshoheit wurde mit der strengeren schwedischen vertauscht, wogegen die Stände protestierten. Der Königsberger Aufstand wurde von den Ständen der Hauptstadt angeführt und ab 1656 energischer betrieben. Zu diesem Zeitpunkt begann Kurfürst Friedrich Wilhelm mit seiner großen Landbesteuerung.

Erst 1653 waren über 6.000 Einwohner an der Pest gestorben. Im Spätherbst 1656 schwemmte der Tatareneinfall in Masuren eine große Zahl Flüchtlinge in die Stadt, deren Lage durch die eingeschleppte Pest instabil wurde. In den Verträgen von Labiau 1656 (mit Schweden) und Wehlau 1657 und Oliva 1660 (mit Polen) erreichte Friedrich Wilhelm die Souveränität Preußens. Eigentlich sollte er von den Ständen 530.000 Taler in 5 Jahresraten erhalten, doch er zwang die Stände mehr Gelder bereit zu stellen. Er sammelte in den Jahren 1655 bis 1661 insgesamt 12,5 Millionen Taler ein. Das Herzogtum Preußen musste mit 7 Millionen Taler den größten Teil stellen.

Zuerst wurde der Schöffenmeister Hieronymus Roth gefolgt von seinem Bruder, einem Jesuiten aktiv. Hieronymus sah den Einfluss der Stände bedroht, deren Zustimmung der Kurfürst nicht mehr einholte. 1661/1662 wandte er sich den polnischen König, zu dieser Zeit, Johann II. Kasimir, dessen Eingreifen gefordert wurde, was angesichts der Tatsache, das Preußen nicht mehr dem polnischen König unterstand, Hochverrat darstellte. Als die Bürger 1662 Kurfürst Friedrich Wilhelm die Akzise verweigerten, gab er den Befehl die Kanonen der Festung Friedrichsburg, die vor den Toren des Stadt stand, auf Königsberg zu richten. Er selbst erschien am 18. Oktober 1662 mit 2.000 Leibgardisten in Pillau, dem brandenburgischen Kriegshafen in Preußen. Gegen die Soldaten des Kurfürsten konnten die Königsberger nichts ausrichten und unterwarfen sich ihm schließlich. Hieronymus Roth wurde verhaftet und zu lebenslänglicher Festungshaft verurteilt, die er in Peitz absitzen musste. Damit erreichte er die Huldigung der Königsberger, bzw. Preußischen Stände im Königsberger Schloss am 17./18. Oktober 1663. Dies war ein wichtiger Schritt zur Zentralisierung der brandenburg-preußischen Verwaltung, um eine absolutistische Herrschaft zu etablieren.

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