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Jungneolithikum
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Als Jungneolithikum wird ein Abschnitt der Jungsteinzeit bezeichnet, der sich gegenüber dem vorausgehenden Früh- und Mittelneolithikum durch das Auftreten neuer Kulturen gekennzeichnet wird. Dabei treten zahlreiche soziale und wirtschaftlichen Neuerungen auf.
- Rind als Zugtier
- Pflugackerbau
- Gründland-Weidewirtschaft
- Rad und Wagen / Bohlenwege
- Hauspferd
- Wolle
- Metallurgie
- Kleinhäuser (im Gegensatz zu den Großbauten des Früh- und Mittelneolithikum)
- Megalithik
- Feuchtbodensiedlungen
Diese Neuerungen werden auch als Folge einer secondary products revolution angesehen.
In einigen Regionen und von einzelnen Forschern wird gegenüber dem Begriff des Jungneolithikum wegen des Auftretens von Kupfer die Bezeichnung "Chalkolithikum² bzw. "Aeneolithikum" bevorzugt, wobei letztere der Tatsache Rechnung trägt, dass Steinwerkzeuge weiterhin dominierend bleiben.
Chronologisch umfasst das Jungneolithikum etwa die Zeit von 4300 - 3300 v.Chr.
Es folgt das Endneolithikum.
Wichtige Kulturgruppen des Jungenolithikums sind unter anderem:
- Michelsberger Kultur (westl. Mitteleuropa)
- Pfyner Kultur (Nordschweiz)
- Schussenrieder Kultur (Südwestdeutschland)
- Mondseegruppe (westl. Österreich)
- Münchshöfener Kultur (Bayern)
- Altheimer Gruppe (Bayern)
