Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Juliane von Krüdener

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/e/ef/KauffmannKruedener.jpg': No such file or directory.
Juliane von Krüdener und ihr Sohn Paul, gemalt von Angelika Kauffmann 1786

Beate Barbara Juliane von Krüdener (* 11. November 1764 in Riga; † 13. Dezember 1824 in Karasu-Basar auf der Krim, Ukraine; geborene Baronesse von Vietinghoff-Scheel) war eine religiöse Eiferin aus livländisch-deutschem Adel.

Sie war die Tochter des Baron Otto Hermann von Vietinghoff. Sie wuchs in Riga und auf dem Lande in Livland auf. 1782 heiratete sie den 20 Jahre älteren kaiserlich-russischen Gesandten in Mitau, Venedig und Kopenhagen Baron Burchard Alexis von Kruedener. Sie schrieb den damals berühmten Roman "Valérie", der 1803 in Paris erschien.

1804 erlebte sie auf ihrem Gut "Kosse" in Livland eine religiöse Bekehrung und hatte starken religiösen Einfluss auf die Petersburger Gesellschaft, insbesondere auf Zar Alexander I, dessen "Vertraute" sie wurde. Sie bewog ihn zur Heiligen Allianz und vertrat ihn dabei auf dem Wiener Kongress 1814/1815. Sie sah in Napoleon I. den Antichristen und wurde selbst als das "Sonnenweib" gefeiert.

In den Jahren 1816 bis 1818 reiste sie im Badischen, im Elsaß und in der Nordschweiz. Sie betrieb dort eigenhändig Suppenküchen für die durch die Napoleonischen Kriege besonders mitgenommene Bevölkerung und nutzte dies auch, um vor Tausenden ihre Vorstellungen zu verkünden. Sie bewegte die Massen derart, dass sie sowohl aus Süddeutschland als auch aus Basel als zu subversiv des Landes verwiesen wurde. Man schwankt heute in der Beurteilung, wie weit sie eine echte Mystikerin, eine Fanatikerin oder eine Schwärmerin war. Wieder zurück in Sankt Petersburg, fiel sie beim Zaren in Ungnade und starb vereinsamt und in Armut.

Werke

Barbara Juliane von Krüdener: Valérie. Oder Briefe Gustavs von Linar an Ernst von G... In der Übersetzung der erweiterten Fassung der Leipziger Ausgabe von 1804 mit einer Einleitung neu herausgegeben von Isolde Döbele-Carlesso. Brackenheim 2006. ISBN 3-939333-03-4

Literatur

  • Charles-Augustin Sainte-Beuve: Madame de Krüdner. In: Portraits de femmes. Garnier, Paris 1886, S. 382ff. (Digitalisat)

Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen