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Joseph Levine
Aus Kefk.
Joseph Levine (* 1952) ist ein amerikanischer Philosoph, der an der Ohio State University lehrt.
Sein Arbeitsgebiet ist die Philosophie des Geistes und er ist bekannt geworden mit dem sogenannten "Explanatory-gap-argument".
Die Idee ist, dass eine (momentan?) unüberwindlindliche Erklärungslücke (explanatory gap) besteht, wenn wir unser Bewusstsein mittels naturwissenschaftlicher Untersuchungen verstehen wollen. Eine naturwissenschaftliche Erklärung mentaler Zustände würde die reduktive Zurückführung aller Eigenschaften eben dieser Zustände erfordern. Die Eigenschaft in besonderer Weise erlebt zu werden (Qualia), ist jedoch nicht reduktiv durch Neuronenfeuer o. ä. erklärbar. Es bleibt eine Kluft zwischen der Außenperspektive der Naturwissenschaftler und der Erlebnisperspektive der ersten Person.
Hierbei will Levine jedoch nicht zu einem Dualismus zurückkehren (wie etwa Karl Popper und John C. Eccles) sondern bleibt - trotz der beschriebenen Probleme - Materialist.
Literatur
Die Ideen werden entwickelt in:
- "Materialism and Qualia: The Explanatory Gap," Pacific Philosophical Quarterly, vol. 64, no. 4, October, 1983, 354 - 361.
- "On Leaving Out What It's Like", in Consciousness: Psychological and Philosophical Essays, G. Humphreys and M. Davies, eds. Oxford: Basil Blackwell, 1993, 121 - 136. Reprinted in The Nature of Consciousness: Philosophical Debates, N.J. Block, O. Flanagan, and G. Güzeledere, eds. Cambridge, MA: MIT Press, 1997.
Zudem ist ein Buch erschienen, das das Thema ausführlich behandelt: Purple Haze: The Puzzle of Consciousness, 2001, Oxford University Press.
Weblinks
- Homepage mit Bibliographie
- Literatur von und über Joseph Levine im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Levine, Joseph |
| KURZBESCHREIBUNG | amerikanischer Philosoph |
| GEBURTSDATUM | 1933 |
