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John von Berenberg-Gossler

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John von Berenberg-Gossler (* 22. Oktober 1866 in Hamburg; † 1943 ) war ein Hamburger Bankier und Politiker. Von 1920 bis 21 war von Berenberg-Gossler Deutscher Botschafter in Rom.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

John von Berenberg-Gossler war der Älteste Sohn vom Chef des Bank- und Handelshaus Joh. Berenberg, Gossler & Co Johann Berenberg Gossler (1839-1913), Berenberg ist dabei ein Vorname. Dieser wurde in Hamburg ursprünglich John B. genannt. 1880 genehmigte der Hamburger Senat die Namensänderung in Berenberg-Gossler. 1889 wurde Johann Berenberg-Gossler für seine Verdienste um den Zollanschluss Hamburgs in den preußischen Adelsstand erhoben und hieß nun von Berenberg-Gossler. 1910 wurde der Johann von Berenberg-Gossler in den preußischen Freiherrenstand erhoben, die Führung des Titels aber an den Besitz des Familien-Fideikommiss gebunden. [1]

Leben und Politik

John von Berenberg-Gossler machte nach seiner Schulzeit eine kaufmännische Ausbildung und trat 1892 in die Väterliche Firma ein, außerdem wurde er Teilhaber.

1904 wurde von Berenberg-Gossler in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt, der er bis 1908 angehörte. Am 20. Februar 1908 wurde von Berenberg-Gossler in den Senat gewählt. Dies geschah gegen den Willen seines Vaters, der ihn darauf von der Firmennachfolge ausschloss. Sein jüngerer Bruder Cornelius Freiherr von Berenberg-Gossler (1874-1953) erbte statt seiner die Bank. Er musste auch seine Teilhaberschaft bei Joh. Berenberg, Gossler & Co. aufgeben.

Am 27. März 1919 trat der bisherige Senat geschlossen zurück. In der folgenden Neuwahl wird von Berenberg-Gossler am 28. März 1919 mit Stimmen der SPD wiedergewählt. Diesem neuen Senat (→Hamburger Senat 1919-1933) gehörte er als parteiloser Bausenator bis zum 22. September 1920 an.[2]

Im Januar 1920 wurde er zum deutschen Botschafter in Rom ernannt, ein Amt, das er bis 1921 inne hatte. Von 1923 bis 1925 war er Vorsitzender der Hamburger Bank von 1923 die in Zeiten der Hyperinflation im Jahre 1923 versuchte, eine stabile Währung auf Dollarbasis bereit zustellen. Er wirkte außerdem als Handelsrichter und hatte einige Posten in Aufsichtsräten unterschiedlicher Firmen, beispielsweise der HAPAG oder der Dresdner Bank.

Einzelnachweise

  1. http://www.berenberg.de/gruenderzeit.html
  2. Fuhrmann, Rainer: Ämterverteilung im Senat 1860-1945, Typoskript, Staatsarchiv Hamburg.

Literatur

  • Wenzel, Georg [Hrsg.]: Deutscher Wirtschaftsführer: Lebensgänge deutscher Wirtschaftspersönlichkeiten; Hamburg 1929
Wikipedia
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