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John Marshall

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem US-amerikanischen Politiker. Für eine Beschreibung des gleichnamigen englischen Schlagzeugers siehe John Stanley Marshall.
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John Marshall.

John Marshall (* 24. September 1755 in Germantown, heute Midland im Fauquier County, Virginia; † 6. Juli 1835 in Philadelphia, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Politiker, Außenminister, Gründer des Constitutional Law und Vorsitzender Richter am Supreme Court of the United States („Oberster Gerichtshof der USA“).

Leben

In den ersten Jahren der amerikanischen Revolution besiegte er am 30. Juli 1776 das 3. Virginia Continental Regiment und erledigte mehrere militärisch wichtige Einsätze mit Erfolg, sodass er zum Captain befördert wurde. Nach dem Krieg wurde er Jurist und vertrat seinen Bundesstaat in der neu gegründeten Föderalistischen Partei. Bei den führenden Persönlichkeiten der Nation aufgefallen, wurden ihm mehrere diplomatische Posten angetragen, aber Marshall zog es vor in Virginia zu bleiben.

Trotz seiner Weigerungen nahm er 1797 die Leitung einer dreiköpfigen Kommission an, um mit Frankreich zu verhandeln. Nachdem die französischen Verhandlungsführer eine persönliche Bestechung als Gegenleistung dafür gefordert hatten um an den Verhandlungstisch zurückzukehren (XYZ-Affäre), antwortete Marshall für sich und seine Kollegen mit einer glänzenden Rede, die diese Erpressung ablehnte und die Ehre und die Würde des neuen Landes aufrecht erhielt. Danach bot ihm der damalige US-Präsident John Adams eine Stelle am Obersten Gerichtshof an, aber Marshall strebte den US-Kongress an was er 1799 auch erreichte. Am 6. Juni 1800 nahm er das Amt des Außenministers als Nachfolger von Timothy Pickering an, für das er am 13. Juni des gleichen Jahres auch vereidigt wurde. Dieses Amt behielt er bis zum Ende der Präsidentschaft von John Adams 1801 inne. Am 20. Januar 1801 übernahm er auch das Amt des Vorsitzenden Richters (Chief Justice) am Obersten Gerichtshof. Sein Nachfolger im Amt des Außenministers wurde James Madison.

In seiner Zeit als Chief Justice ordnete er den Obersten Gerichtshof sowie die Rechtsprechung komplett neu, ohne Rücksicht auf die materiellen Interessen der Gesellschaft oder einzelner Großmagnaten. Diese Position hatte er fast 35 Jahre inne und erlebte 5 verschiedene US-Präsidenten. Dies machte ihn zu dem am längsten amtierenden Chief Justice in der Geschichte der USA.

Nach ihm benannt wurden u. a. die Marshall University in Huntington, West Virginia, die John Marshall Law School in Chicago, Illinois, das U-Boot USS John Marshall (SSBN-611) und zahlreiche High Schools.

Urteile

Auf John Marshalls Zeit im Supreme Court der USA gehen einige grundlegende Entscheidungen zurück, die auch noch heute Anwendung finden bzw. bis heute nachwirken.


Quellen

  • "America Past and Prestent", Robert A. Divine ISBN: 0-321-18308-8
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