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Johann Samuel Ferdinand Blumröder

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Johann Samuel Ferdinand Blumröder (* 27. Juli 1793 in Gillersdorf, † 31. Oktober 1878 in Erfurt) war ein evangelisch-lutherischer Geistlicher in Thüringen. Nach dem Besuch des Lyzeums in Arnstadt und dem Studium der Theologie in Jena und Leipzig war er zunächst als Hauslehrer und Lehrer in verschiedenen Stellungen tätig, bevor er Pfarrer im schwarzburgischen Oelze und Masserberg wurde. Ab 1829 bis zu seiner Emeritierung 1871 war Blumröder Pfarrer in Marlishausen mit Filiale im südlich gelegenen Hausen.

Er gründete 1838 eine Kleinkinderbewahranstalt und somit einen der ältesten Kindergärten Deutschlands, der auch heute noch besteht. Dieser „Kindergarten“ wurde durch die Gemeinde und finanzielle Unterstützung der Fürstin Mathilde von Schwarzburg-Sondershausen ausgestattet und erhalten. Eine Witwe aus dem Dorf wurde mit der Betreuung der Kinder betraut. Es ist überliefert, dass Blumröder selbst rege an der Betreuung teilnahm.

Ferdinand Blumröder war Mitglied des ersten Landtages des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen. Er war liberaler Abgeordneter und gehörte fast 7 1/2 Jahre den Landtagen dieses Kleinstaates an. Von 1849 bis 1850 war er Landtags-Direktor (Landtagspräsident).

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