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Johann Hermann Kretzschmer

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Johann Hermann Kretzschmer (* 28. Oktober 1811 in Anklam in Pommern; † 5. Februar 1890 in Berlin) war ein Maler und Radierer.

Kretzschmer kam 1829 nach Berlin, wo ihn Wilhelm Wach unterrichtete, und 1831 nach Düsseldorf. 1838 ging er nach Rom und besuchte 1840 und 1841 Sizilien, Griechenland, Ägypten und Konstantinopel. 1842 kehrte er nach Düsseldorf zurück, siedelte aber 1845 nach Berlin über. 1856 erhielt er das Prädikat Professor.

Kretzschmer pflegte das Genre in seinen weitesten Beziehungen vom historischen bis zum humoristischen; er versteht es, seine Stoffe poetisch zu gestalten. Auch Szenen aus dem orientalischen Leben hat er gemalt sowie Porträte.

Seine Hauptwerke, unter denen namentlich die orientalischen in Reproduktiven weite Verbreitung gefunden haben, sind:

  • Rotkäppchen (1833),
  • Aschenbrödel (1836),
  • Das Frühstück in der Wüste,
  • Die Karawane im Samum (Museum in Leipzig),
  • Die Einschiffung wider Willen (Schloss Babelsberg),
  • Die Rückkehr der Pilgerkarawane,
  • Die Landung des Großen Kurfürsten auf Rügen,
  • des Pagen Seydlitz erste Lustfahrt mit dem Markgrafen von Schwedt,
  • Der schwarze Mann kommt,

und viele weiter wie Die ersten Höschen, Das Wochenbett der Katze, Die Geduldsprobe, Prinz Friedrich Karl mit Generalstab bei Düppel, Heimfahrt aus der Schule im Spreewald, Die Trauung zu Gretna-Green, Die Bildnisse von Mehemed Ali, Abbas Pascha, Abd ul Medschid u. a.

Er hat auch radiert: Aus dem Leben eines Kindes (nach Reinickes Gedicht) und Ammonium (nach Freiligrath) Kreusa, 1) Tochter des Erechtheus, Gemahlin des Xuthos Mutter des Achaios und Jon. -2) Tochter des Priainos und der Hekuba, Gemahlin des Äneas und Mutter des Ascanius. Nach Vergil verlor sie sich bei der Flucht aus Troja von ihrem Gatten, erschien ihm dann als Schatten und verkündigte ihm sein zukünftiges Schicksal. - 3) (Glanke) Tochter des Königs Kreon von Korinth, Verlobte des Jason, wurde von der eifersüchtigen Medea durch ein vergiftetes Gewand getötet.

Bild:Meyerskonvlexikon.jpg Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel soweit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.
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