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Johann Grueber

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Johann Grueber (chin. 白乃心, Bái Nǎixīn

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Über seine Jugend ist wenig bekannt, möglicherweise wurde er jedoch zuerst evangelisch getauft. Er schloss sich 1640 oder 1641 den Jesuiten an. 1656 brach er zu seiner ersten Reise nach China auf, wo er zwei Jahre am kaiserlichen Hof in Peking beschäftigt war. Dort arbeitete er zusammen mit Adam Schall von Bell zusammen am kaiserlichen astronomischen Amt. 1661 wurde er nach Rom zurückbeordert, doch der übliche Weg mit dem Schiff war durch die niederländische Blockade von Macao unmöglich. Grueber und sein belgischer Begleiter Albert D'Orville beschlossen daher, den Landweg über Indien und Tibet einzuschlagen. Sie besuchten die geheimnisvolle Stadt Lhasa und lieferten die ersten brauchbaren Informationen und das für über 200 Jahre einzige Bild der Stadt. In Agra starb Gruebers Begleiter. Er setzte mit dem Schwaben Heinrich Roth seine Reise in Richtung Europa fort. Am 20. Februar 1664 kamen sie in Rom an. Die Reise erregte großes Aufsehen und wurde von Athanasius Kircher 1667 im Werk China illustrata detailliert beschrieben. Seine letzten Jahre verbrachte Grueber als Feldkaplan in Siebenbürgen.

Literatur

  • Johannes Grueber: Als Kundschafter des Papstes nach China 1656-1664. Edition Erdmann, Stuttgart 1985, ISBN 3522607104
  • Franz Braumann: Ritt nach Barantola. Herder Verlag, Wien 1958


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