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Johann Gregorius Höroldt

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Johann Gregorius Höroldt (get. 6. August 1696 in Jena; † 1775) war ein deutscher Porzellanmaler und Direktor der Meißener Porzellanmanufaktur.

Hörold war ausgebildet als Miniatur- und Emailmaler. 1719 bis 1720 war er tätig in der von Du Paquier neu gegründeten Porzellanmanufaktur in Wien. Er wechselte gemeinsam mit Samuel Stölzel, der zuvor aus Meißen nach Wien geflohen war, nach Meißen. In der dortigen Porzellanmanufaktur machte er Karriere: Er wird zunächst Malereivorsteher, 1723 Hofmaler und 1731 Direktor der Manufaktur.

Höroldt beeinflusst fast alle europäischen Porzellan- und Fayence<b/>manufakturen. Nachdem er eine spezifische Chinoiseriemalerei entwickelt hatte, löst er sich von dieser wieder, indem er europäische Landschaften, Hafen- und Kampfszenen, dazu sogenannte „Deutsche Blumen“ und naturalistische Vögel als Porzellandekor einführt.

Er forcierte ebenfalls die Entwicklung porzellanadäquater Geschirrformen, statt die traditionellen Metallgeschirrformen nachzuahmen.

Von zentraler Bedeutung sind seine Experimente mit neuen Farbstoffen: Zu Beginn des 18. Jahrhunderts sind nur fünf Aufglasurfarben verfügbar, bis 1731 entwickelt Hörold eine Palette aus 16 Farben, die er in seiner Schrift „Wahre und richtige Beschreibung derer Emaillier oder Schmelz Farben, wie ich solche mit Gottes Hilfe erfunden“ 1731 veröffentlicht.

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