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Johann Gerhard Hasenkamp
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Johann Gerhard Hasenkamp, (* 12. Juli 1736 in Wechte bei Lengerich (Grafschaft Tecklenburg), † 10. Juni 1777 in Duisburg), protestantischer Pädagoge (Gymnasiallehrer), Rektor des Duisburger Gymnasiums
Leben
Geboren als Sohn eines Bauern, wurde Johann Gerhard wie sein Bruder Friedrich Arnold früh von der Erweckungsbewegung beeinflusst. Er studierte nach dem Besuch der Lateinschule in Tecklenburg von 1753 bis 1755 an der reformierten Akademie in Lingen Philosophie und Theologie, geriet dann aber als Kandidat der Theologie zunehmend in Widerspruch zur Amtskirche. Ein Verfahren, das ihm die Predigterlaubnis entzog, wurde erst 1763 rückgängig gemacht.
In Duisburg wurde Hasenkamp zusammen mit seinem Bruder und dem Arzt Samuel Collenbusch zum wichtigen Vertreter der württembergischen Spielart des Pietismus (Johann Albrecht Bengel, Friedrich Christoph Oetinger), die jedoch auch hier auf Widerstand stieß: Noch 1770 verbot ihm eine Synode das Predigen in der Salvatorkirche.
Als Rektor des Duisburger Gymnasiums, der Hasenkamp von 1766 bis 1777 war, reformierte er den Grammatikunterricht. Mit diesen Reformen, die sich später als notwendig und richtig erwiesen, traf Hasenkamp aber erst einmal auf den Widerstand des Stadtrates und auch der Eltern: Die Zahl der Schüler sank während seines Rektorates auf schließlich 38 Köpfe. Hasenkamps (indirekter) Nachfolger als Rektor wurde 1779 sein Bruder Friedrich Arnold.
Literatur
- F.W. Bautz, Johann Gerhard Hasenkamp; Artikel in: BBKL II (1990), 586f. (mit weiterer Literatur)
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hasenkamp, Johann Gerhard |
| KURZBESCHREIBUNG | protestantischer Pädagoge (Gymnasiallehrer), Rektor des Duisburger Gymnasiums |
| GEBURTSDATUM | 12. Juli 1736 |
| GEBURTSORT | Wechte bei Lengerich (Grafschaft Tecklenburg) |
| STERBEDATUM | 10. Juni 1777 |
| STERBEORT | Duisburg |
