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Johann Georg Dorsche

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Johann Georg Dorsche (* 13. November 1597 in Straßburg; † 25. Dezember 1659 in Rostock) war ein deutscher lutherischer Theologe.

Leben

Geboren als Sohn des aus Würzburg stammenden Schumachers Lorentz und seiner Frau Maria, Tochter des Schreiners Hans Fingerlin, nahm er zunächst ein Studium in seiner Geburtsstadt auf. Von Johannes Gisenius gefördert, erwirbt er sich 1617 den akademischen Grad eines Magisters und widmet sich theologischen Fragen.

Daraufhin wird 1622 er Pfarrer in Entzheim, besucht in der Folge Vorlesungen von Theodor Thumm und Lucas Osiander der Jüngere an der Universität Tübingen, hört ab dem 3. April 1624 bei Johann Gerhard, Johann Himmel sowie Johannes Major an der Universität Jena und ist vom 17. November 1625 an der Universität Wittenberg wo er sich bei Friedrich Balduin, Jakob Martini und Balthasar Meisner bis 1626 der Theologie widmet. Er besuchte auch die Universität Marburg bei Balthasar Mentzer der Ältere und Justus Feuerborn.

Am 29. März 1627 wird er als Professor der Theologie an der Universität Straßburg berufen und promoviert daraufhin am 9. November desselben Jahres zum Doktor der Theologie. In seiner Funktion wird er zu einem führenden Vertreter der lutherischen Orthodoxie im 17. Jahrhundert. So beteiligte er sich auf lutherischer Seite am Streit gegen die Irenik des Georg Calixt, setzte sich in der konfessionellen Auseinandersetzung für die Selbstbehauptung des Luthertums ein. Seine Kontroverstheologie befand sich auf der Grundlage der Konkordienformel und er suchte diese gegen innere und äußere Widerstände durchzusetzen, sowie zu sichern.

So berief er sich dabei auf die biblische Lehrreinheit der lutherischen Orthodoxie, vertrat den Gedanken die lutherischen Fakultäten zu verbinden und wurde im Synkretistischer Streit zum Wortführer gegen die antilutherischen Ireniker der Universität Helmstedt. Ende 1653 folgte er einem Ruf an die Universität Rostock, wo er am 22. Februar 1654 eine Professur antrat, Primarius der theologischen Fakultät und Konsistorialassessor wurde.

Werkauswahl

  • Parallela monastica et academica, Straßburg 1644
  • De unione collegiorum seu facultatum 1645
  • Thomas Aquinas veritatis evangelicae confessor, Frankfurt/Main 1655
  • Latro theologus et theologus latro, vigiliis pascalibus expositus in univ. Argent. Etc., notis nonnullis auctior, Rostock 1655
  • Synopsis theologiae Zacharianae 2. Teile, Frankfurt /Main 1691
siehe auch Zedler oder Jöchers Gelehrtenlexikon Bd. 2

Literatur

Wikipedia
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