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Johann Georg Chevalier de Saxe

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Johann Georg, Chevalier de Saxe, auch Johann Georg von Sachsen, (17041774) war ein kursächsischer General und Gouverneur von Dresden.

Johann Georg war ein illegitimer Sohn Augusts des Starken aus der Verbindung mit der Fürstin Lubomirska (1680-1743), die der Aurora von Königsmarck als Maitresse folgte. Er wurde später als Chevalier de Saxe legitimiert.

Er wurde zunächst für die geistliche Laufbahn bestimmt und wurde Malteserritter, später trat er, wie alle illegitimen Söhne Augusts, in die Armee ein. Er brachte es bis zum General und wurde am 27. Juli 1763 zum Generalfeldmarschall ernannt.

Am 27. November 1764 erwarb Johann Georg für 14.000 Taler den vor den Toren der Stadt Dresden gelegenen, sogenannten Zinzendorfschen Garten. In der Mitte des Besitztums ließ er sich durch den späteren Oberlandbaumeister Friedrich August Krubsacius ein prächtiges Palais in einem zurückhaltenden Rokokostil errichten. Es war nach dem Moszinskapalais und dem Brühlschen Palais in Dresden-Friedrichstadt die dritte Maison de Plaisance des Adels vor den Stadtmauern Dresdens. Die Innenräume waren nicht übermäßig groß. Bei aller fürstlichen Eleganz wurde, entsprechend dem zeitgemäßen Wunsch nach Intimität, auch auf bequeme Wohnlichkeit Wert gelegt. In den an das Palais anschließenden Neben- und Seitengebäuden waren die Funktionsräume untergebracht.

Durch Hinzuziehung einiger zum Grundstück gehörender Felder wurde auch die Gartenanlage erweitert und tiefgreifend umgestaltet. Die Anlage war streng architektonisch entsprechend den Prinzipien des französischen Barockgartens gehalten. Das Palais bestimmte die Hauptachse der Gesamtanlage, vom Salon aus waren alle wesentlichen Teile zu überblicken. Am 30. Januar 1770 nahm der Chevalier seinen Abschied vom Militär und siedelte aus der Stadt ganz in sein Gartengrundstück über. Trotz großer Zurückgezogenheit verzichtete er jedoch nicht auf den gewohnten und großen Hofstaat. Nach längerer Krankheit verstarb der Chevalier de Saxe am 25. Februar 1774 im Alter von 69 Jahren. In seinem Testament setzte er seine Halbschwester, Friederike Alexandrine Gräfin von Moszinska zur Universalerbin ein. Zur Ablösung noch vorhandener Schulden wurde ihr die Verpflichtung auferlegt, den Garten mit dem Palais zunächst dem Kurfürsten und dann dem Prinzen Karl für 15.000 Taler zum Kauf anzubieten. Erst für den Fall der Ablehnung sollte sie den Garten selbst behalten, jedoch gegen Erlegung eines Kapitals von 10.000 Talern zur Ablösung der Schulden. Sofort nach Eröffnung wurde das Testament vom Kommandeur des Malteserordens, Oberhofmeister Freiherr von Forell, angefochten. Forell informierte den Kurfürsten, dass der Chevalier seit 1728 dem Orden angehörte und aufgrund der Ordensprivilegien sämtlicher Besitz an den Orden fallen müsse. Der anschließende Prozess wurde 1776 zu Gunsten des Ordens entschieden. Allerdings hatte der Chevalier sich bei der Höhe seiner Schulden sehr verschätzt, sie beliefen sich tatsächlich auf etwa 36.000 Taler. Über den Nachlass wurde daher der Konkurs verhängt, die Gläubiger erhielten 80 % der ausstehenden Summen. Dem Orden selbst verblieben nach der Abwicklung des Verfahrens außer dem Grundstück noch knapp 5.000 Taler.

Das Grab Johann Georgs befindet sich auf dem Inneren Katholischen Friedhof in Dresden.

Literatur

  • Barbara Bechter: Vom Rechenbergischen Garten zum Blüherpark, in: Die Gartenkunst 1/2005, S. 112-145
Wikipedia
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