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Johann Friedrich Pfaff

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Johann Friedrich Pfaff (* 22. Dezember 1765 in Stuttgart; † 21. April 1825 in Halle (Saale)) war ein deutscher Mathematiker. Er beschäftigte sich vor allem mit Analysis und partiellen Differentialgleichungen.

Leben

Pfaff besuchte 1774 bis 1785 die Hohe Karlsschule im herzöglichen Schloss Solitude bei Stuttgart. Auf Veranlassung von Karl Eugen von Württemberg, Landesherr und Gründer der Schule, studierte Pfaff ab 1785 in Göttingen bei Kästner und Lichtenberg Mathematik und Physik, ging 1787 nach Berlin zu dem Astronomen Bode und schließlich nach Wien. Auf Betreiben Lichtenbergs wurde er 1788 als Professor für Mathematik an die Universität Helmstedt berufen.

Ein historischer Verdienst Pfaffs war es, das Genie des jungen Gauß erkannt zu haben; er war 1799 der Gutachter seiner Dissertation und unterstützte dessen Antrag, an der Universität Helmstedt in absentia (in Abwesenheit) zu promovieren. Nachdem die Universität Helmstedt 1810 wegen franzosenfeindlicher Unruhen während der Napoleonischen Kriege geschlossen wurde, kam Pfaff an die gerade wieder eröffnete Universität Halle und wurde 1812 auch Leiter der dortigen Sternwarte. Beide Orte gehörten damals zum von Napeleon gegründeten Königreich Westphalen. Ein weiterer Schüler von Pfaff war August Ferdinand Möbius.

Pfaff hinterließ umfangreiche mathematische Handschriften, die in der Universitätsbibliothek in Halle aufbewahrt sind.

Werk

In Helmstedt veröffentlichte Pfaff 1788 Arbeiten über eine neuartige Herleitung von Differentiationsregeln, 1788 und später über die Summierung gewisser Reihen, und 1793, anknüpfend an Euler, über die Reihenentwicklung für Integrale gewisser Potenzen.

1815 veröffentlichte Pfaff seine bedeutendste Arbeit "Methodus generalis aequationes differentiarum particularum ... complete intigrandi". Es handelt sich um das pfaffsche Problem der Integration partieller Differentialgleichungen der Gestalt ω = 0 mit


\qquad \omega = \sum_{k=1}^n f_k (x_1, \ldots, x_n) \,\mathrm{d} x.

Heute nennt man ω eine pfaffsche Form in den n Variablen x_1, \ldots, x_n. Die Methode wurde 1827 von Jacobi weiter ausgebaut.

Weblinks

Wikipedia
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