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Johann Friedrich Hach

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Johann Friedrich Hach (* 17. August 1769 in Lübeck; † 29. März 1851 daselbst) war ein Jurist und Diplomat in den Diensten der Hansestadt Lübeck.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Hach entstammte einer holsteinisch-lübischen Familie und besuchte zunächst das Katharineum, um dann 1788 an der Universität Jena zunächst Theologie, bald aber Rechtswissenschaften, letztere ab 1790 auch an der Universität Göttingen zu studieren. 1791 nahm er in Lübeck eine erste Tätigkeit als Rechtsanwalt auf und wurde von dem Domherren Johann Carl Heinrich Dreyer sehr gefördert, der ihn auch in die Lübecker Geschichte einführte und ihn zum Notar bestellte. Nach der Promotion an der Universität Kiel wurde 1794 in Lübeck zum Prokurator am städischen Niedergericht bestellt. Im Jahr 1805 wurde Hach in den Rat der Stadt gewählt, die er als Gesandter auch 1806 bis zur Abdankung des Kaisers Franz II. auf dem Immerwährenden Reichstag in Regensburg als Führer der Kuriatstimme der Freien Städte vertrat. Bei der Besetzung Lübecks zu Beginn der Franzosenzeit war er Leiter der Einquartierungskommission und der Hospitalkommission sowie mit der Einführung des Code Napoléon und der Anwendung der französischen Abgaben und Steuergesetze befasst.

1811 musste er mit anderen Mitgliedern des Rates in Hamburg an der Errichtung des Departements Bouches-de-l'Elbe mitwirken. Mit der Befreiung Lübecks 1813 fand er erneut diplomatische Verwendung in auswärtigen Angelegenheiten der Stadt und vertrat diese in den Jahren 1814 und 1815 auf dem Wiener Kongress, auf dem es für die verblieben freien Reichsstädte um den Erhalt der Souveränität gegenüber den europäischen Groß- und Mittelmächten ging. Nachdem diese Mission erfolgreich abgeschossen war, führte er bis 1817 die Kuriatstimme der Hansestädte bei den Vorbereitungen für den Deutschen Bund auf Grundlage der Deutschen Bundesakte. Danach wurde Hach wieder Richter. Erst am Lübecker Oberhof und ab 1820 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1840 am dann neu errichteten Oberappellationsgericht der vier Freien Städte.

Hach war zu seiner Zeit eines der herausragenden Mitglieder und Vorsteher der Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit in Lübeck, davon 1825 bis 1830 und von 1833 bis 1836 als deren Direktor.

Werke

  • Das alte lübische Recht. Lübeck 1839.

Stiftung

Die Hach-Stiftung fördert die Restauration der aus den Staaten der ehemaligen GUS zurück gelangten Archivgüter des Archivs der Hansestadt Lübeck.

Literatur und Anmerkungen

  • Emil Ferdinand Fehling: Lübeckische Ratslinie. Lübeck 1925, Nr. 955.
  • Antjekathrin Graßmann: Hach, Johann Friedrich. In: Biographisches Lexikon für Schleswig-Holstein und Lübeck. Band 10, Neumünster 1994, S. 150 - 154 mwN. ISBN 3529026506


Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Johann_Friedrich_Hach, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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