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Johann Baptist Krebs

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Johann Baptist Krebs (* 12. April 1774; † 2. Oktober 1851) war ein deutscher Sänger, Freimaurer und esoterischer Schriftsteller.

Bild:Johann Baptist Krebs.png
Johann Baptist Krebs (Kupferstich von Friedrich Fleischmann (1791-1834)

Inhaltsverzeichnis

Leben

Krebs war von Beruf Sänger an der Württembergischen Hofoper in Stuttgart, wo er auch als Librettist einiger Opern erscheint. Zu seinem Namenstag komponierte Carl Maria von Weber 1808 oder 1809 die (verschollene) Burleske „Antonius“. Heute ist er jedoch nur noch bekannt als Verfasser esoterischer und freimaurerischer Schriften, die er unter dem Pseudonym Johann Baptist Kerning publizierte.

Krebs versuchte das Wesen der Freimaurerei auf mystischem Wege zu ergründen. Letztendliches Ziel der Freimaurerei ist nach ihm die „Erkenntnis und Wiederbelebung einer prophetischen Kraft im Menschen“. Kerning war Gründer und langjähriger Meister vom Stuhl der Stuttgarter Johannisloge „Wilhelm zur aufgehenden Sonne“.

Krebs entwickelte eine auf Buchstabenübungen basierende Form yogischer Praktik, die von seinem Schüler und Nachfolger Karl Kolb in „Die Wiedergeburt, das innere Wahrhaftige Leben“ (teilweise auch unter dem Titel „Das Buchstabenbuch“) publiziert wurde. Diese Übungen, die in den Füßen beginnend auf das konzentrierte Denken und Fühlen von Buchstaben ausgerichtet waren, wurden von Karl Weinfurter aufgegriffen und weiterentwickelt. In die Freimaurerei ging diese Praktik als ein von Krebs geschaffener „Sabbithengrad“ ein, dessen Lehre („Unterricht zur Sabbathfeier“) auf Gedanken des Aristoteles zurückging.

Der esoterische Autor Gustav Meyrink praktizierte diese Übungen einige Jahre lang, äußerte sich aber im Nachhinein sehr negativ über deren Wert, betrachtete sogar ein Rückensmarksleiden als Folge dieser Übungen.[1]

Die Lehren Kernings waren im 19. und 20. Jahrhundert vor allem in ariosophischen Kreisen praktiziert und geschätzt worden, dazu gehörte unter anderen Rudolf von Sebottendorf.

Quellen

  1. Brief von Meyrink an „Müller“ vom 20. Juni 1917, abgedruckt in: Yvonne Caroutch: Gustav Meyrink Edition l'Herne, Paris 1976. S. 215-216

Literatur

  • Gottfried J. B. Buchner: Kerning. Sein Leben und seine Schriften. Eine biographische Skizze. Mit dem Bilde Kernings und Proben aus seinen Schriften. Renatus-Verlag, Lorch (Württemberg) 2. umgearbeitete & erweiterte Ausgabe 1927 (EA 1902).

Weblinks

Wikipedia
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