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Johann Baptist Hagenauer

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Johann Baptist Hagenauer (* 22. Juni 1732 in Ainring bei Freilassing - damals im Fürstentum Salzburg, heute in Oberbayern gelegen; † 6. April 1835 in Wien) war ein Salzburger Bildhauer.

Leben und Wirken

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Terrakotamodell einer Pieta von Johann Baptist Hagenauer

Er lernte bei Johann Georg Itzlfeldner in Tittmoning und dann an der Wiener Akademie. Nach 1764 arbeitete er in Salzburg. Er begann zuerst mit vielen Kleinplastiken im Stil des Rokoko. Bald wagte er sich auch an große Plastiken, die zunehmend klassizistisch wurden: Er schuf u.a. die Skulpturen auf beiden Seiten des Sigmundstores (1767) und die Maria Immaculata am Domplatz (1766/1771). Nach dem Tod seines Gönners Sigismund Graf Schrattenbach und dem Bruch mit dessen Nachfolger Colloredo verließ er Salzburg und arbeitete nun in Wien und München. 1774 wurde er Leiter der Bildhauerklasse der Wiener Akademie, 1779 übernahm er zudem die dortige "Erzverschneiderklasse". 1791 gab er das Werk Unterricht von der Proportion des Menschen heraus, sowie 40 Hefte mit Ornamentstichen. Er schuf zudem folgende Altäre: Schottenfelder Kirche in Wien, Kirche Maria zum guten Rat in Böckstein im Gasteinertal, Pfarrkirche Köstendorf bei Salzburg, Pfarrkirche Mülln und die Stiftskirche Nonnberg (letztgenannte in der Stadt Salzburg). Auch Brunnen und Statuen in Schönbrunn in Wien stammen von diesem Bildhauer. Der Vetter und Förderer von Johann Baptist Hagenauer und dessen Bruder Wolfgang Hagenauer war der wohlhabende Kaufmann Johann Lorenz Hagenauer (1712-1792), der bekannt ist als seinerzeitiger Eigentümer des Geburtshauses von Wolfgang Amadeus Mozart in der Getreidegasse und bisweilen als dessen hilfreicher Geldgeber.

Literatur

Adolf Haslinger und Peter Mittermayr: Salzburger Kulturlexikon, Residenz Verlag, Salzburg 2001, ISBN 3-7017-1129-1

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